Klubsachen mit Fiona Fiedler - Inklusive Bildung
Shownotes
Inklusion im Bildungssystem bedeutet, Schule so zu gestalten, dass alle Kinder darin ihren Platz haben. Fiona Fiedler ist NEOS Abgeordnete und Sprecherin für Pflege und Menschen mit Behinderung und spricht im Podcast darüber, wo Österreich aktuell steht und warum die Umsetzung oft noch stockt – obwohl wir uns mit der UN-Behindertenrechtskonvention klar dazu verpflichtet haben.
Ein Blick auf die Realität zeigt: Rund 760.000 Menschen leben in Österreich mit einer Behinderung, etwa jede sechste bis siebte Person ist neurodivergent – also lernt oder denkt anders. Trotzdem ist Schule vielerorts noch auf ein „Standardkind“ ausgerichtet.
Es geht darum, was Inklusion im Schulalltag konkret bedeutet, wie gut Pädagog:innen auf Vielfalt vorbereitet sind, welche Rolle Schulassistenz und Ressourcen spielen und welche Folgen getrennte Schulsysteme haben können.
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00:00:02: Herzlich
00:00:02: willkommen
00:00:03: zu
00:00:03: Klubsachen,
00:00:04: der Podcast bei dem alle Neos Abgeordneten ihre Erfahrung
00:00:08: und Expertise ein.
00:00:11: Die Gespräche dazu führe ich Tina Schmidhofer.
00:00:15: Ein Klassenzimmer in dem alle Kinder zusammen lernen oder ein System das manche von Anfang an auf unterschiedliche Wege schickt?
00:00:22: zwischen diesen beiden Bildern bewegt sich die Debatte über Inklusion im Bildungssystem und darüber spreche ich heute mit Fiona Fiedler.
00:00:28: schön dass du dir Zeit genommen hast.
00:00:29: Danke für die Einladung.
00:00:31: Du verstehst dich auch in deiner Sprecherrolle als Abgeordneter der Nios zu Nationalrat.
00:00:35: intensiv mit inklusiver Bildungen Österreich und genau darum soll es heute gehen.
00:00:40: Wir setzen hier jetzt kein Wissen voraus, deshalb vielleicht mal kurz eine Einordnung.
00:00:43: Was ist denn der Unterschied zwischen Inklusion und Integration?
00:00:48: Inklusion meint dass alle Kinder gemeinsam lernen.
00:00:51: Kinder mit Behinderungen, Kinder ohne Behinderung, Kinder mit Migrationshintergrund.
00:00:56: einfach alle Kinder sollen gemeinsam in die Schule gehen oder in einer Gesellschaft leben.
00:01:01: Und Integration meint, ich hol mir ein Krüppchen von nicht regelkonformen Kindern, wenn man so sagen möchte zusammen und bilde ein kleines Krüttchen in einer großen Gruppe.
00:01:15: Das heißt die Kinder sind nicht inkludiert sondern nur im Kreis aber auch dort... an einem gewissen Punkt.
00:01:23: Nicht immer auf der Seite, manchmal stehen sie auch irgendwo in der Mitte aber dann schauen halt alle auf Sie drauf.
00:01:28: also das Zentrum soll einfach nicht eine andere Gruppe sein sondern alle Kinder sollen gleichwertig in einer Gruppe stehen dürfen egal wo.
00:01:39: Wenn du dir eine wirklich inklusive Schule vorstattest wie würde sich der Alltag dort von dem unterscheiden was viele Kinder vielleicht gerade heute schon erleben?
00:01:48: Also mein ideales inklusives Klassenzimmer, Schulbild ist einfach das Kinder mit anderen Kindern in die Schule fahren.
00:01:57: Es
00:01:57: braucht vielleicht hin und wieder so was wie einen Fahrtendienst aber am besten wäre auch wenn die öffentlichen Verkehrsmittel, die zur Schule führen schon barrierefrei wären dass die Kinder ihren Schulweg alleine meistern können.
00:02:10: Ich kann mir erinnern als ich das erste Mal alleine in die schule gehen durfte So ein Wichtigkeitsmoment.
00:02:18: Ich war jetzt auf einmal für mich selbst verantwortlich und es hat keiner mehr aufgepasst drauf, was ich tue und ob ich tatsächlich dort hingehe sondern ich habe einfach Verantwortung bekommen dort alleine hingehen zu können.
00:02:30: Und ich glaube, diese Bestärkung braucht einfach jedes Kind mit allen Herausforderungen, die da auf einen einprasseln.
00:02:37: Aber ich glaube wenn wir unser Leben inklusiv und bei jahrefreien Kindern sollte das auch möglich sein.
00:02:43: In der Schule ist es dann so dass ich einfach ... Ich war ja Volksschullehrerin vorher in einer Klasse stehe wo ich Und jeder hat eine andere Anforderung.
00:02:55: Das heißt, ich habe vielleicht ein paar Kinder, die schon lesen können, die die Buchstaben schon kennen und die schon zusammengelautet haben mit ihren Eltern.
00:03:02: Ich aber war Kind, die noch nicht einmal wissen wie sie in Stift halten.
00:03:06: Und ich muss mir als Lehrerin einfach darauf fokussieren, wie bringe ich jedes Kind am Ende des Tages dazu das zu lernen?
00:03:14: in unserem Rahmenlehrplan steht.
00:03:16: Und dafür muss er der Leerplan angepasst werden, weil ich da wirklich anpassen, angleichen muss und sagen muss okay vielleicht können manche Kinder Buchstaben Salate nicht lösen aufgrund einer Behinderung eine Sonderposition.
00:03:33: Vielleicht kann ein anderes Kind überhaupt keinen Stift führen sondern braucht ein anderes Hilfsmittel dazu.
00:03:39: Vielleicht gibt es Kinder die mich nicht sehen können.
00:03:41: dann muss sie als Lehrerin Darauf vorbereitet sein, dass ich mich selbst vorstelle.
00:03:46: Dass ich mich beschreibe, dass das Kind weiß wo ich stehe.
00:03:50: Dass er in meinem Tun darauf achten kann.
00:03:53: und wir haben mittlerweile mehr als heterogene Klassen.
00:03:58: Es gibt nicht mehr das klassische Wir stehen alle auf und salotieren wenn die Lehrerin den Raum betritt oder der Lehrer Sondern.
00:04:06: wir haben ganz viele verschiedene wunderbare Charaktere In einer Klasse Und die gilt es wirklich Abzuholen, während der Ausbildung eigentlich gehasst ist das Wort jeden da abholen wo er steht.
00:04:19: Aber im Grund genommen ist es genau das und deswegen braucht man dieses inklusive Bildungssystem nicht nur in der Primarstufe sondern auch in den folgenden Sekundar eins und zwei.
00:04:30: Was übersehen wir denn wenn wir über Inklusion sprechen gerade was findest du?
00:04:35: Ist etwas wo du sagst Es wird schon in die Richtung gedacht.
00:04:38: aber eine Sache die ist grad dies überhaupt nicht am Schirm
00:04:42: Das Recht der Kinder auf Bildung.
00:04:44: Und es geht verloren, weil jetzt im Bezug tatsächlich auf Kinder mit Behinderungen fallen immer wieder Sätze wie ... Die sind es nicht wert, dass sie in eine AHS gehen oder die schaffen die AHS sowieso nicht.
00:04:58: Anstatt sich die Talente der Kinder suche und ich glaube das unser Auftrag als Lehrerinnen und Lehrer ist wirklich Forscherinnen zu werden und zu schauen wo liegen die Talenten unserer Kinder?
00:05:09: Und wo kann ich jedes einzelne Kind fördern?
00:05:12: Und dahingehend müssen wir auch unseren Schulalltag anpassen.
00:05:16: um hier zu sagen wenn jemand den Mathematik nicht gut ist muss er ihm trotzdem irgendwie mit Begen und Brechen rechnen bringen zumindest die Grundrechenarten, damit das Kind sich im Leben dann zurechtfindet.
00:05:27: Damit er weiß was er einkaufen gehen kann, damit er weiß, was er mittezahlen kann oder können muss und wie er sich das ausrechnet.
00:05:35: aber
00:05:36: es muss vielleicht nicht die siebenundzwanzigste Kurven-Diskussion oder Integral Rechnung sein wenn er dafür kein Talent hat oder weniger Talent.
00:05:44: Dafür wird er vielleicht in anderen Bereichen mehr Talente haben und seine Stärken haben, da müssen wir einfach drauf schauen.
00:05:52: wie finden wir diese Stärkungen?
00:05:53: Wo gehen wir in die richtige Richtung damit alle am Ende des Tages dann auch die Möglichkeit haben einen Job zu ergreifen?
00:06:00: und um das geht es eigentlich dass für uns eine Gesellschaft so erziehen jedes Kind, jeden Jugendlichen dann am Ende des Tages in den Arbeitsmarkt bringen.
00:06:13: Wenn man sich so die Zeilen anschaut merkt man schnell das Thema betrifft viel mehr Menschen als vielleicht dem Leuten bewusst ist oder was mein ersten Mensch so denken könnte.
00:06:21: In Österreich leben rund siebenhundertsechzig tausend Menschen mit Behinderungen also etwa jeder zwölfte.
00:06:26: gleichzeitig geht man davon aus dass etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent der Menschen neurodivergent sind Also Menschen deren Gehirn etwas anders funktioniert als die gesellschaftliche Norm Zum Beispiel bei Autismus, ADHS, Legasthenie, Discalculi.
00:06:38: Also rund jeder sechste bis siemte Mensch.
00:06:41: Dazu kommen viele Kinder mit anderen Unterstützungsbedürfnissen oder die noch gar keine Diagnose haben.
00:06:47: Wenn Vielfalt eigentlich die Normalität ist?
00:06:49: Warum ist dann unser Schulsystem noch immer so sehr auf ein Standardkind ausgelegt?
00:06:54: Weil ich glaube das Leistung ist nicht... Über den Dingen schwebt und Leistung auch als etwas angesehen wird, was nur Leistung ist zu fördern.
00:07:05: Das Leistung aber auch ein breites Spektrum hat übersieht man in dem Bereich bei aller Wertschätzung den Exzellenzen gegenüber und den hochbegabten Kindern gegenüber.
00:07:17: Es gibt auch Autisten, die hochbegabt sind und das übersieht man.
00:07:22: Unser Bildungssystem ist einfach auf Defiziten ausgerichtet.
00:07:25: Ich bin als Lehrerin angehalten zu schauen wie viele Fehler in der Schularbeit sind.
00:07:31: Und diese muss ich am besten dann noch rot anmarkieren damit ich dem Kind nachher zeigen kann dass hast du falsch gemacht.
00:07:37: Anstatt zu sagen Schauen wir mal wie wir es gemeinsam besser schaffen wo kann ich dir unterstützen damit du das auch noch lernst?
00:07:45: Da kann man natürlich in verschiedensten, auf verschiedene Arten und Weisen an das Thema herangehen.
00:07:50: Und die Kinder unterstützen.
00:07:52: aber ich muss mir auch die Zeit dafür nehmen.
00:07:54: Wenn ich jetzt rein nach einem Notenschema gehe dann tue ich mir halt leicht weil dann mache ich eine Schularbeit für alle schick sie los und sagt wer mitkommt kommt mit und wenn nicht mitkommt kann er raus.
00:08:08: Das ist natürlich.
00:08:09: wenn man dann Unterstützungsbedarfe hat wie Hilfsmittel, Vergrößerungsgläser, Breilzeilen, Hörgeräte, induktive Anlagen.
00:08:20: Dann ist das ein Mehraufwand?
00:08:21: Ja!
00:08:22: Aber es befähigt unsere Kinder Bildung zu konsumieren, ihr Recht auf Bildung einfach ausleben zu dürfen und wir haben in der UAN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben und uns dazu verpflichtet dass wir dieses inklusive Bildungssystem auf den Weg bringen.
00:08:41: stehen wir im Moment vor den Trümmern unserer damaligen Unterschrift,
00:08:46: weil
00:08:46: es sich in dem Bereich einfach nichts tut.
00:08:50: Gibt's Länder wo du sagst also die machen das schon viel besser als wir?
00:08:54: Klassisch wieder mal die nordischen Länder.
00:08:56: Wie läuft das dort ab?
00:08:58: Dort ist es inklusiver, dort wird einfach nicht drüber nachgedacht.
00:09:02: Hat das Kinder eine Behinderung oder nichts?
00:09:03: Die Kinder kommen einfach und man braucht eigentlich gar nicht so weit schauen.
00:09:06: wir haben in Tirol-Inräute ein inklusives Dorf wenn man so will die auch aus der Not heraus weil ein Kind mit Behinderungen in die Schule gehen wollte und keinen Platz gefunden hat da direkt damals beschlossen er macht die Schule inklusiv.
00:09:24: Und nach und nach ist das ganze Dorf inklusif geworden, und es ist keine Frage mehr.
00:09:30: Ich glaube, wenn wir jetzt denen mag Schweden als Beispiele hernehmen, kann man sich aus Österreich hinstellen und sagen, naja, aber das ist ja dort!
00:09:40: Die haben andere Voraussetzungen, la-la-la, in Tirol sind die Voraussetzungen nicht so anders?
00:09:47: Ein Punkt, der in der Diskussion vielleicht auch immer wieder so aufdacht ist die Ausbildung der Pädagoginnen.
00:09:52: Wenn in fast jeder Klasse mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen Kinders drinnen sitzen?
00:09:57: Wie gut bereiten denn derzeit Lehramtsstudien und pädagogische Ausbildungen heute auf diese Kinder vor?
00:10:04: Ich will
00:10:04: jetzt nicht sagen dass es ganz schlecht ist Es ist schon besser geworden aber ich glaube das man noch viel Aufholbedarf haben besonders was inklusive Praktikumstellen betrifft weil Studierende im Moment sich die Praktikumstelle noch aussuchen können.
00:10:19: Ich weiß selber aus meiner Zeit, dass die inklusiven Plätze Rah waren und die, die am schnellsten dort waren und da auch wirklich hin wollten, haben sich diese Plätze geschnappt Oder es waren die Plätze, die am längsten überwahren.
00:10:33: Also das ist je nach Klassen dann auch verschieden gewesen.
00:10:37: aber Studierende berichten immer mehr dass sie zu wenig auf die Realitäten in der Klasse vorbereitet sind.
00:10:44: und ich kann mich schon an meine Ausbildung auch noch erinnern wo es dann quasi hat ja inklusiver Tourenunterricht Und wir haben irgendwie Touren Unterricht nach also nicht Regeltourenunterrichten gemacht schon ältere Studierende, weil ich war dann auch der Dreißig, neun und dreißig.
00:11:02: Ich sagte immer Entschuldigung aber was ist da inklusiv?
00:11:06: Und er gesagt ja dann nimmst du halt das Kind nicht an die Hand sondern am Rolli wenn es im Rolli sitzt.
00:11:11: Und ich meinte
00:11:12: sehr inklusif!
00:11:15: Und so hat sich das ein bisschen durchgezogen und ich war in der Praxis im ersten Jahr in der Reserve und waren ganz vielen verschiedenen Schulen und hatte Kinder mit Autismus-Spektrum, frühkindlichem Autismus.
00:11:27: Ich habe Kinder mit Seebeeinträchtigung gehabt, der wirklich mit so einem großen Bildschirm und so einem Bauort wo man hinleuchtet also der hat alle Unterstützungsleistungen gehabt die man sich noch vorstellen kann und ich hab das Kind normal unterrichten können.
00:11:40: und ich glaube dass man eben diese Unterstützung Leistungen oder eben Materialien wenn man sie zur Verfügung stellt dann können Kinder einfach teilhaben, ohne drüber nachdenken zu müssen.
00:11:53: Kann ich jetzt mit meinen Freunden in die Schule gehen?
00:11:55: Kann ich in die nächste Klasse oder in eine nächste Schule mit meinem Freundin mitgehen?
00:12:00: Oder muss sie dann in eine Schule, wo nur Kinder mit Behinderung
00:12:04: sind?".
00:12:05: muss ich meinen Freundeskreis verlassen.
00:12:07: Und diese Unsicherheit und diese Unnotwendigkeit können wir uns eigentlich sparen, wenn wir unsere Pädagoginnen und Pädagogen gut auf diesen Schulalltag vorbereiten und einfach sagen, jeder muss damit rechnen dass er Kinder mit Behinderung, Kinder mit Migrationshintergrund in seiner Klasse hat.
00:12:26: Dafür wollen wir unsere pädagogin bestmöglich vorbereiten.
00:12:30: Da muss jeder Pädagoge eine gute Ausbildung kriegen!
00:12:34: Das heißt es soll quasi der Stoff, der notwendig ist oder das was man dazu lernen muss damit man mit diesen Kindern gut arbeiten kann.
00:12:43: Soll auf jeden Fall Teil ihrer Ausbildung verpflichtend sein größer mehr Realitätsnahe.
00:12:49: Ein gutes Basispaket dass ich sage ich habe einen fundierten Überblick über alle möglichen Behinderungen, die auftreten können.
00:12:59: Einfach um zu sagen ich brauche jemandem der basales Stimulation machen kann.
00:13:03: Ich brauch jemandem, der sich mit Autisten gut auskennt.
00:13:09: Aber auch mit körperlichen Beeinträchtigungen oder mit Sinnesbeeinträchtingungen sind verschiedene Herangehensweisen wie man dann den Unterricht gestaltet.
00:13:17: Das Basispaket quasi gut aufgestellt und dann würde ich tatsächlich in ein Wahlpflichtfachsystem kommen.
00:13:27: Ich würde gerne meinen Schwerpunkt auf Musik legen, aber ich mache Musik auch für autistische Kinder zum Beispiel.
00:13:37: Dass ich einfach sage wie gehe da am besten heran und das fließt dann in das was ich mir ausgesucht habe ein und das gleiche in der Sekundarstufe eins.
00:13:44: wenn ich sage ich mach Mathe und Physik Dann wird in Mathe & Physik ein Teil immer dabei sein der sich jetzt besonders Körperbeeinträchtigungen fokussiert.
00:13:57: Und dann ist das Ziel, an einer Schule so viele verschiedene Lehrpersonen zu haben die mit verschiedenen Schwerpunkten an die Schule gekommen sind.
00:14:07: ich kann aber auch mehr weiterbilden und sage ich nehme noch einen Schwerpunkt dazu weil ich sehe einfach dass ADAS stärker im Kommen ist oder dass keine Ahnung wo der Bedarf halt mehr ist da einfach schauen, dass man dann an jeder Schule einen Pool an Spezialisten hat.
00:14:27: Gar nicht eine Sonderpädagogin oder zwei Sonderpedagogen anstellen muss die dann für die Problemfälle die Kinder herausholen so wie sie in den obösterreichischen Schulen ist wo die Kinder aus dem Unterricht genommen werden mit der Sonder-Pädagogine in ihren eigenen Raum gehen dort ihren Unterricht machen und in einer Pause dürfen sie gemeinsam sein.
00:14:45: das ist kein inklusiver Unterricht Und es wird ja notwendig sein, zum Beispiel mit autistischen Kindern die Klasse verlassen zu müssen.
00:14:53: Weil's den Kindern so laut ist, weil sie gerade aus ihrer Haut nicht raus wollen oder können.
00:14:59: Dann kann ich sagen okay wir gehen jetzt mal auf die Seite aber wir gehen wieder zurück.
00:15:04: Die Durchlässigkeit in beide Richtungen muss einfach immer gewährleistet sein und es gibt so schöne Beispiele von Inklusiv- und Klassen wo das wirklich gut funktioniert Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen.
00:15:20: Und ich muss mir klar sein als Lehrerin, dass ich vielleicht ein paar Kinder nicht zur Matura bringen werde.
00:15:26: Aber ich muss ihnen zumindest die Möglichkeit geben und da darf ich nicht einen Unterschied machen und sagen der schafft es nicht, er darf nicht in den AIS Weil vielleicht hat er in einem Teilbereich wirklich die Möglichkeit sich so weiterzubilden, dass er für sein weiteres Leben und für seinen Berufsweg auch wirklich gut was lernt.
00:15:44: Und das kann ich ihm nicht absprechen – und möchte ja
00:15:47: nicht!
00:15:48: Damit Inklusion im Alltag funktionieren kann braucht es natürlich Strukturen.
00:15:52: darüber haben wir schon gesprochen.
00:15:53: Was bräuchte dein Eigenklassenzimmer oder eine Kindergartengruppe ganz konkret damit Kinder mit diesen unterschiedlichen Bedürfnissen gemeinsam lernen können?
00:16:02: Sie müssen in einem Gruppenraum sein, damit sie seien können.
00:16:07: Ich weiß nicht ob man alles aufs Klassenzimmer fokussieren muss aber ich glaube...
00:16:12: Ich kann gerne auch ans ganze Schulgebäude denken.
00:16:14: Ja,
00:16:14: ich bin ja wirklich beim ganzen Schulgebät.
00:16:16: Also wirklich gemütliche Situationen.
00:16:18: Dieses klassische Frontalunterricht ist eh schon aufgeweicht.
00:16:22: also das kriegt man auch im Studium schon mit dass die Kinder-Frontalunterrichten nicht wirklich aufnehmen über längere Zeit oder über einen Vormittag.
00:16:31: Dass man da einfach wirklich außerschulische Lernorte sich anschaut viel rausgeht mit den Kindern.
00:16:36: wir müssen mehr Bewegung machen mit den stärker in den Schulalltag einfließen.
00:16:44: Gerade was Mathematik betrifft, kann man super Übungen machen in der Bewegung und die Kinder lernen einfach leichter.
00:16:51: Was es aber im Grund genommen braucht also diese Breakout-Strums für Kinder, die es brauchen.
00:16:57: Einfach einmal zu sagen, man kann einmal in eine Ruhe ziehen gehen oder vielleicht in einen Zimmer gehen wo sich der ausdoben kann, wo er wirklich seine Kräfte loswerden kann abarbeiten, einfach Möglichkeiten schaffen kurz hinauszugehen wieder hereinzukommen.
00:17:16: Aber um Pädagoginnen und Pädagogen auch ihren Job machen zu lassen braucht es multi-professionelle Teams im Interkont.
00:17:25: Also wirklich Schulärzte, Schulpsychologen, Sozialarbeiter... School nurses, wir haben Kinder mit Sonneneinährung.
00:17:32: Die sollen genauso am Schulalltag teilnehmen können und ich kann nicht von der Lehrerin erwarten das die weiß wie sie eine Sonde tauscht.
00:17:39: ja ich kann sie zeigen aber es ist immer noch eine Lehrerin oder ein Lehrer.
00:17:43: Es ist keine Pflegekraft und wir brauchen die pflegekräfte da für genau solche Dinge weil Ich habe als Lehrerin auch eine Aufsichtspflicht in der Klasse.
00:17:52: Und wenn ich alleine in der klasse stehe, kann ich nicht mit einem Kind auf die Toilette und dem anderen die Sonntetage mit dem dritten in den Breakout-Room.
00:18:01: Ich brauche hier Unterstützung!
00:18:03: Und ich glaube dass man da wirklich gut an die Schulen diese Teams positionieren kann das ihr einfach sagen kann Für gewisse Stunden sind die da.
00:18:12: An großen Schulen werden sie vielleicht den ganzen Schulterk vor Ort sein, an kleineren Landschulen so wie in der Steiermark wo ich unterrichtet habe, wo alle paar Kilometer einmal eine kleine Schule ist, vielleicht mit einer Klasse wo alle gemeinsam sind, eine Familienklasse oder mit zwei Klassen wo erstes und zweites und dritte und vierte zusammengelegt ist.
00:18:30: Da wäre ich nicht twenty four sevener Schulpsychologin hineinsetzen weil das ist.
00:18:34: also wir müssen ja auf die Ressourcen anschauen.
00:18:37: aber Es ist so wie andere Pädagoginnen und Pädagogen im Rad Schulen abklappern, von Schule zu Schule fahren um ihre Stunden zu halten.
00:18:48: Religionslehrerinnen, Werklehrerinnen, was ja immer Sportlehrarinnen die sich einfach das aufteilen und mehrere Schulen anfahren, so könnte man da auch gestalten und einfach sagen wo es mehr Bedarf?
00:19:00: Es wird vielleicht Klassen geben wo überhaupt kein Bedarf ist.
00:19:04: Dann ist es auch fein und dann kann man diese Schulen aussparen.
00:19:07: Oder man kann normaler Schulpsychologin hinschicken für so ein automatisches Training eigentlich, dass man sagt wie schaut's mit der psychischen Gesundheit der Kinder aus?
00:19:17: Auch da muss man einen Auge darauf werfen weil hier werden die Probleme immer größer.
00:19:22: Dass man einfach auch diesen Stigma wegnimmt von den Kindern.
00:19:27: Jetzt musst du zum Therapeuten.
00:19:29: Das soll einfach normal werden, dass man sich
00:19:32: auch für
00:19:33: die psychische Gesundheit eine Hilfe holt oder darüber sprechen kann ohne dass es thematisiert werden muss.
00:19:42: und da ist die Schule ein guter Ort wo man das anbieten kann.
00:19:45: Und wenn wir dieses Team im Hintergrund haben dann sind die Pädagoginnen entlastet können Unterricht machen besten Fall natürlich zu zweit im Team.
00:19:55: Aber können sich da gut austauschen und die Kinder auf den Weg bringen, auf denen sie gehören?
00:20:03: Wir haben schon über diese Unterstützungsressourcen gesprochen.
00:20:06: Ist es sinnvoll das vielleicht einfach auch ganzen Klassen anzubieten?
00:20:08: weil nur weil ich jetzt beispielsweise keinen offensichtliches Defizit habe, hab' ich vielleicht aber doch irgendwo Defizite, weil zu Hause irgendwas ist oder ich da nicht die Lernumgebung habe und deshalb vielleicht schlechte Noten schreib', macht es Sinn zu übergreifen, so denken das einfach wirklich alle was davon haben.
00:20:24: Ich glaube, dass es ganz wichtig ist.
00:20:26: Also Grundlegend zu ist, gerade wenn man die psychische Gesundheit wieder hernimmt, wenn man mit der Klasse das gemeinsam macht und dann in Gruppensettings, Einzelseitings geht aber das in der Schule belässt, dann haben die Kinder nicht die Notwendigkeit irgendwo extra nach der Schule hinfahren zu müssen.
00:20:43: sie können auch in der Gruppendynamik schauen was passiert wie was hat Auswirkungen ob das jetzt Mobbing ist oder ob das Social Media Themen sind die kann man einfach besprechen in der Großgruppe und dann kann man eh, also dann wird auch die Schulpsychologin sehen wo die Notwendigkeit besteht kleinere Grüppchen herauszuholen.
00:21:03: oder wenn jetzt eine Gruppe einen bösen Streit hat.
00:21:09: Dann kann man die einmal separat holen und wirklich das mit den Lehrer absprechen und sagen wo ist der Bedarf?
00:21:15: Wo kann man das machen?
00:21:16: Und so geht es!
00:21:17: bei der Gesundheit genauso.
00:21:18: Also wenn ich die Skulneres an der Schule habe und sage, so jetzt machen wir mal einen Tag zur gesunden Ernährung und das machen wir fächerübergreifend.
00:21:26: Wir schreiben gleich in Deutsch und aufsatzada drüber vierte Klasse Volksschule oder Oberstufe wo es einfach schon möglich ist auch vom Können der Kinder her dass man einfach sagt Gesundheitskompetenz müssen wir genauso vermitteln in der Schule, weil eben so wie du gesagt hast nicht jeder älterliche Haushalt kümmert sich ausreichend um die Gesundheit der Kinder.
00:21:47: Also man mag sie ja nicht glauben aber es ist halt oft nicht so.
00:21:50: Es kommen Kinder nicht zum Zähne putzen oder wie immer.
00:21:53: und wenn ich sage ich habe da Leute an der Schule die darauf schauen und die auch erklären Ohne jetzt zu sagen, du hast ja nicht die Zähne geputzt oder du hast dich heute nicht gewaschen oder nicht getuscht.
00:22:06: Sondern man kann das in der Klasse im Klassensetting machen und dann wirklich drauf schauen und sagen so ...
00:22:14: Das ist echt der geliebte Inklusion?
00:22:16: Genau!
00:22:17: Wenn wir denn über Inklusion sprechen kommen wir früher oder später auch zur Frage des Ordnererschulen.
00:22:22: Befürworter sagen sie bieten spezialisierte Unterstützung an.
00:22:25: Kritiker sind darin eine Form von Separation.
00:22:28: Wo stehst denn du in der Debatte?
00:22:30: Ich glaube, dass die Sonderschulen in ihrem Setting wie sie dastehen.
00:22:33: Eben was Therapieräume, was extra Möglichkeiten wie Schwimmbäder, Turnseelen
00:22:43: etc.,
00:22:44: betrifft gut aufgestellt sind und dass sie für die Kinder, die im Moment dort unterrichtet werden auch sicher ein gutes Setting sind.
00:22:52: Nichtsdestotrotz werden die Kinder dort exkludiert separiert, wie auch immer.
00:22:59: Unser Ansatz war es immer die Sonderschulen beizubehalten aber nicht als Sonderschule sondern als Schulgebäude wo auch Kinder ohne Behinderung hingehen sollen weil die Schulen ja auch meistens irgendwo in der Stadt oder irgendwo liegen wo sie von allen besucht werden können.
00:23:20: einfach zu zeigen was kann Schule können tatsächlich?
00:23:26: Und wenn ich jetzt sage, also ich bin mit dreizehn extrem schnell gewachsen von zwölf auf dreizehn, treizend Zentimeter in einem Jahr und habe massive Haltungsschäden in der Zeit mir erworben.
00:23:37: Wenn ich sage, ich hab da die Möglichkeit gleich an der Schule Physiotherapie zu machen ist das natürlich auch geholfen weil dann kann ich dieses Ding übertauchen das komplette Gesundheitszentrum in die Schule verlagert werden.
00:23:51: Aber wenn ich sage, ich habe Therapiemöglichkeiten ohnehin vor Ort weil ich sie für Kinder mit Behinderungen brauche, die motorisch eingeschränkt sind und die Beppelte auf dann werde auch dazwischen hier Stehzeiten haben wo einer nichts zu tun hat und man kann immer die Kinder mit Haltungsschäden anholen
00:24:08: und
00:24:09: kann da hineinarbeiten.
00:24:10: dementsprechend wäre es natürlich schlau auf lange Sicht alle Schulen Jetzt von der Infrastruktur zu Sonderschulen zu machen.
00:24:20: Ich hätte gerne am Ende des Tages Schulen für unsere Kinder, für alle Kinder.
00:24:26: EWK Sonderschule mehr, EWk Elite-Schulle mehr, eWk Dings ... Wir müssen einfach das Setting schaffen und sagen, alle Kinder gehen gemeinsam!
00:24:35: Und ich muss als Lehrerin darauf schauen, dass sich die besten Superfördere, dass sie die schwächsten Vordere und Fördere wo es geht und das auf allen Ebenen gleichmachen, aber halt individuell ans Kind angepasst.
00:24:51: Also ich kann den Schüler oder die Schülerin, der den Stift nicht halten kann da wäre ganz andere Übungen machen müssen als die sechsjährige Maus, die Harry Potter liest vorgekommen in meiner Klasse.
00:25:03: also es ist jetzt nicht so abwegig und da ist so eine Range dazwischen dass sie einfach sagen muss dieses Werkzeug brauche ich als Pädagogen hier anzugreifen und zu sagen, okay der braucht das.
00:25:14: Der braucht das, der braucht
00:25:15: dass.".
00:25:16: Und es wird einen Haufen in der Mitte geben die das Gleiche brauchen.
00:25:21: also ich weiß nicht, wenn wir jetzt nicht fünfundzwanzig Stunden Vorbereitungen schreiben müssen aber mit dem nötigen Support von multiprofessionellen Teams im Hintergrund und eventuell einem Teamteacher der mich begleitet oder die mich beglätet kann jedes Setting gut aufbauen.
00:25:38: Sonderschulen nur für Kinder mit Behinderung lehne ich strikt ab.
00:25:43: Wir haben es vorher schon mal kurz angesprochen, die UN-Behindertenrechtskonvention.
00:25:47: Österreich hat sich verpflichtet ein inklusives Biedungssystem aufzubauen.
00:25:51: wenn du jetzt auf Österreich heute schaust wo stehen wir auf dem Weg zu dem was wozu wir uns bekannt haben?
00:25:57: Wir
00:25:58: haben leider wieder Rückschritte gemacht.
00:25:59: tatsächlich also wir waren auf gar keinem schlechten Weg.
00:26:01: wir waren auch in der Steiermark in meinem Bundesland gar nicht schlecht unterwegs.
00:26:07: aber nach einer Rückschritte weil Neue Sonderschulen gebaut werden, in allen Bundesländern, die blau-schwarz regiert werden.
00:26:20: Die Bundesländer können das selbst entscheiden.
00:26:24: Es werden Schulassistenzen gestrichen und es geht in eine Richtung, die nicht gesund ist für unsere Gesellschaft noch mehr trennt ganz massiv dagegen arbeiten müssen.
00:26:41: Wir haben in ein paar Tagen eine Enquete im Parlament zu inklusiver Bildung, wo es genau darum gehen soll aufzuzeigen was es bedeutet eine inklusive Gesellschaft zu leben tatsächlich und was es dafür braucht also vom Kindergarten angefangen.
00:27:00: ich muss natürlich auch die Eltern mit ins Boot holen auf diesem Weg weil sie auch umvorgereitet in diese Situation gehen und glauben, ihre Kinder werden weniger lernen wenn sie in inklusiven Klassen sitzen was ein vollkommener Blödsinn ist.
00:27:14: Sie lernen im Gegenteil noch etwas dazu?
00:27:16: Sie lernen dazu dass wir so divers sind wie wir eben sind und ich halte von meinen Kindern nicht irgendwelche negativen Einflüsse fern sondern es ist einfach ein Miteinander das ihr jeden Tag aufs Neue neu entdecken kann.
00:27:32: und wenn ich weiß dass mein Gegenüber Nicht gleich ist wie ich, weil es ist nämlich niemand gleich.
00:27:39: Und dass ihm mir auf jeden ... Ja,
00:27:40: keine so früher ist umso besser für jeden!
00:27:42: Genau und ihn muss mich auf jeden anders einstellen.
00:27:44: und das tickt auch nicht jeder mir gegenüber gleich wie ich ticke oder auch nicht der linke vom rechten tickt nicht gleich sondern Es sind alles Geschöpfe mit denen Ich mein Leben bestreiten werde weil wir einfach verschieden sind.
00:28:00: Ich kann mich auf eine Mitarbeiterin einstellen und dann kommt der neue Mitarbeiter, und er ist komplett anders!
00:28:06: Und ich muss wieder von vorn anfangen.
00:28:07: aber das ist das was im Leben passiert.
00:28:10: Wuscht ob das jetzt Beziehungen sind?
00:28:12: Ob es Partner sind?
00:28:13: Es ist nie jeder Partner gleich Gott sei Dank Und wir sind sonst alle nicht gleich.
00:28:19: Ich möchte mir links und rechts schauen, nicht mich selber oder dich überall sehen.
00:28:26: Wir leben ja von der Vielfalt.
00:28:28: Genau das muss ich auch im Bildungssystem abbilden.
00:28:31: Das ist für mich einfach das Umwand auf.
00:28:34: Wenn ich alle darauf vorbereite, dann brauche ich keine Angst davor haben.
00:28:38: Aber wir müssen schauen, dass jeder diese Erfahrungen einmal machen kann, weil auch ich hatte Berührungsengste am Anfang!
00:28:45: mit der Community in Kontakt zu treten.
00:28:47: Wie mache ich das?
00:28:48: Wie wählt man die richtigen Worte, wie spricht mir jemanden an und ... Die beste Antwort war sag einfach Stefan zu mir.
00:28:57: Okay, eigentlich logisch!
00:29:00: Das sind so Dinge dadurch dass wir nicht aufgewachsen sind, einfach Berührungsängste hat und das müssen wir unseren Kindern unserer Zukunft nehmen.
00:29:10: Einfach sagen Ihr seid so verschieden wie nur irgend möglich und es ist gut so.
00:29:15: Und ihr seid perfekt, wie ihr seid!
00:29:17: Bitte lernt euch kennen und lernt's miteinander umzugehen ohne den anderen irgendwie schief
00:29:23: anzuschauen.".
00:29:25: Jetzt hat sich ja politisch doch einiges geändert.
00:29:28: Vinius sind seit etwas mehr als einem jahrelten Regierungsverantwortung und stellen mit Christoph wieder gerne im Bildungsminister.
00:29:34: Wo können wir denn jetzt?
00:29:36: Und wo müssen wir denn ansetzen, um Inklusion im Biedungssystem wirklich
00:29:39: voranzubringen?".
00:29:41: Wir müssen definitiv bei der Ausbildung der Pädagoginnen anfangen, weil ich kann nicht einmal schnippen und die Augen überdrehen.
00:29:48: Und morgen ist alles inklusiv.
00:29:50: Das ist ein Prozess, der wachsen muss.
00:29:51: aber wir müssen den ersten Schritt gehen und wir müssen einen ersten Schritt setzen und am besten gestern als morgen.
00:29:59: Ich glaube dass wir das Potenzial dazu haben.
00:30:01: also mir könnt es ja durchaus schneller gehen aus meiner Sicht.
00:30:08: Ich verstehe schon, dass wir Gesetzessexte brauchen um das alles festzulegen und auf gute Bahnen zu lenken.
00:30:17: Aber man sieht ja, dass man Gesetze auch schneller machen kann wenn man an die vergangenen Corona-Pandemie denkt, dass Gesetzen ganz schnell formuliert wurden und da hat alles ganz schnell funktionieren müssen.
00:30:27: also es geht vielleicht da auch.
00:30:29: aber ich sehe schon den Punkt dass man sagt wir wollen das ordentlich machen Wir müssen die Menschen ins Boot holen und wir müssen partizipative Prozesse aufsetzen, und zwar echte partizhipative Prozess um uns die Expertenmeinungen zu holen.
00:30:45: Und da das Beste daraus zu machen.
00:30:48: Das ist die Möglichkeit, die wir haben und wie müssen sie nutzen?
00:30:51: Ein Dauerstreitpunkt ist auch gerne die Finanzierung zwischen Mund- und Ländern zum Beispiel durch die Deckelung des sondagpädagogischen Förderbedarfs.
00:31:01: Warum sorgt dieser Punkt seit Jahren für Konflikte?
00:31:05: und in einer perfekten Welt, wie läuft
00:31:08: es?
00:31:09: Das Konfliktpotenziale ist glaube ich das Konzept des SPF möglicherweise nicht ganz zu Ende gedacht wurde.
00:31:17: Weil Kinder teilweise SPF zugeschrieben bekommen die ihn so gar nicht benötigen würden.
00:31:25: Es ist natürlich ein einfaches Mittel zu sagen Ich hol mir Unterstützung fürs Kind weil Überspitzt gesagt, möchte mich damit nicht auseinandersetzen.
00:31:33: Brauchunterstützung kann mich damit auch nicht aueinsetzen, weil ich nicht gut genug geschult bin.
00:31:40: Es gibt für alles eine Lösung!
00:31:41: Ich kann mit jedem Kind arbeiten und es wird vielleicht manche Kinder geben die deutlich länger brauchen als andere wenn sie diese Unterstützung dieses Schulassistenz oder was er immer dann an Schulbetreuungen in die Klassen kommt nicht hat.
00:32:00: Natürlich hängt viel am Geld, weil wir die Ressourcen, die wir für ein inklusive System brauchen, natürlich nicht kostenlos dahin einschicken können.
00:32:09: Und die müssen bezahlt werden und ausgebildet werden – das kostet alles!
00:32:14: Ich glaube aber, dass wir diese Investitionen tätigen müssen in allen Bereichen vom Kindergarten startend.
00:32:20: Also Bildung ist für mich immer von dem Kindergaten weg.
00:32:24: Und es wird nicht günstig?
00:32:27: Aber es ist eine Investition in unsere Kinder und die Kinder sind unsere Zukunft.
00:32:30: Und wenn wir da nicht investieren, dann haben wir das Gesellschaft
00:32:33: verloren.".
00:32:34: Wie kann man denn verhindern dass diese Unterstützung quasi überall ankommt?
00:32:40: Oder dass es egal wird, in welchem Bundesland mein Kind gerade in die Schule geht oder in den Kindergarten?
00:32:49: gute Reformpartnerschaft, um diese Thematiken aufzuarbeiten.
00:32:53: Was jetzt Schulassistenzen betrifft zum Beispiel weil er jedes Bundesland das macht was es möchte und es eben in manchen Ländern funktioniert und nicht vielleicht muss man finanzielle Vereinbarungen so konkret oder noch konkreter formulieren und wirklich die finanziellen Mittel dann auch wieder zurücknehmen, wenn es nicht zielgerichtet eingesetzt wurde.
00:33:19: Ich glaube das man dafür mehr sanktionieren muss und nicht sagen muss naja es hat nicht passiert.
00:33:24: Also sind viele Dinge sehr zahnlos und ich glaube dass man da besser darauf schauen muss wo man das Geld hinschickt wer wieder mit haushaltet und ob's wirklich dafür verwendet wird wofürs verwendete werden sollte.
00:33:37: ja... Also, wir sollten besser von unser Geld schauen.
00:33:43: Zum Abschluss vielleicht noch einen positive Blick nach vorne?
00:33:48: Was wäre für dich denn ein Erfolg mit dem du sagen würdest?
00:33:51: Jetzt haben wir beim Thema Inklusion wirklich einen guten wichtigen richtigen Schritt nach vorne gemacht!
00:33:58: Ich glaube dass wir den ersten Schritt setzen müssen und ich würde mir wünschen keine Elternmails mehr zu bekommen weil ihr Kind keinen Kindergarten, keinen Schulplatz hat oder nicht mehr in die Schule gehen darf und in eine Tageswerkstätte gehen muss.
00:34:17: Und es wird Tageswerkstäten wahrscheinlich auch noch länger geben für Kinder, die gar nicht in das Schulsystem irgendwie hineinpassen oder überhaupt ... Ich wäre mir ein bisschen gegen dieses Arbeitsweg und Nicht-Arbeitsweg weil ich glaube dass das auch Menschen mit multiplen Behinderungen irgendetwas leisten können.
00:34:45: Aber ich glaube, dass es für manche tatsächlich so etwas wie eine Tageswerkstätte geben wird müssen aber ich möchte das jedes Kind zumindest die Schulpflicht in einem Schulsetting absolvieren kann und dass wir uns um das nicht mehr kümmern müssen.
00:35:00: Das wäre für mich der erste wichtige Schritt damit jedes Kind da wirklich die Chance hat dann auch ins Arbeitsleben einzusteigen.
00:35:09: Danke liebe Fiona für deine Zeit und dein unfassbar wichtiges Engagement auf dem Gebiet.
00:35:15: Dankeschön!
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