Klubsachen mit Christoph Pramhofer - 2. Pensionssäule
Shownotes
Die zweite Pensionssäule soll die gesetzliche Pension nicht ersetzen, sondern ergänzen – als zusätzliches Polster, das über ein Arbeitsleben hinweg mitwächst. Christoph Pramhofer ist NEOS-Abgeordneter und Sprecher für Kapitalmarkt und Gesundheit und spricht im Podcast darüber, was seit der letzten Klubsachen-Folge im August 2025 passiert ist und warum aus der politischen Idee jetzt ein konkreter Entwurf geworden ist.
Für die Bevölkerung geht es dabei um eine sehr konkrete Frage: Bleibt in der Pension genug Spielraum für den Alltag? Für Wohnen, Einkaufen, Familie, vielleicht auch für den Kaffee zwischendurch, ohne bei jeder Rechnung dreimal nachzurechnen. Bisher war zusätzliche betriebliche Vorsorge oft an den richtigen Arbeitgeber gebunden. Künftig soll sie breiter zugänglich werden – damit nicht nur einige wenige ein Pensionsplus aufbauen können, sondern deutlich mehr Menschen.
Mit der aktuellen Regierungsverantwortung stellt sich auch die Frage nach den nächsten Schritten: Wie wird aus einem Gesetzesentwurf etwas, das im Leben der Menschen wirklich ankommt? Im Gespräch geht es um Wahlfreiheit, Kaufkraft, langfristige Vorsorge und darum, warum Sicherheit nicht nur bedeutet, dass Geld liegen bleibt – sondern dass es später auch noch etwas wert ist.
Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich willkommen zu Klubsachen, der Podcast bei dem alle Neos Abgeordneten ihre Erfahrung
00:00:08: und Expertise einbringen.
00:00:11: Die Gespräche dazu führe ich Tina Schmidhofer.
00:00:15: Herzlich Willkommen!
00:00:16: Heute spannen wir einen ziemlich langen Bogen vom ersten Geheizzettel bis zum Café am Balkon in der Pension.
00:00:23: Dazwischen liegt ein ganzes Arbeitsleben ob über die Jahre genug mitwächst, damit später mehr bleibt als nur die Hoffnung dass es sich schon irgendwie ausgehen wird.
00:00:33: Bei mir ist er deshalb Christoph Bramhofer, Neos Abgeordneter und Sprecher für Kapitalmarkt und Gesundheit.
00:00:39: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:40: Ich freue mich, dass ich wieder da sein darf und ich freue mich auch über dieses Thema zu sprechen.
00:00:44: Ja!
00:00:45: Im Augusten letztes Jahres haben wir das letzte Mal darüber gesprochen über die zweite Pensionssäule also über die Idee, dass neben der gesetzlichen Pension ein zusätzliches finanzielles Polster entstehen soll möglichst breit und nicht nur für Menschen in großen Betrieben.
00:00:59: Wer das noch mal nachhören möchte, die Folge findet ihr bei Klubsachen auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
00:01:04: heute machen wir so nun mal eine kleine Grundsatzvorlesungen.
00:01:08: Wir schauen, was hat sich seit dem Sommer getan?
00:01:10: Was ist jetzt politisch auf China?
00:01:12: Was können die Menschen in Zukunft davon erwarten.
00:01:14: Christoph für alle, die damals nicht dabei waren.
00:01:16: Kurz, wir öffnen die Tür einen Spalt!
00:01:19: In zwei, drei Sätzen – was ist die zweite Pensionssäule und warum ist sie aus deiner Sicht mehr als nur ein technisches Detail im Pensionssystem?
00:01:25: Alle kennen die staatliche Pension.
00:01:27: Das ist in Österreich ganz toll.
00:01:30: Sie ist wenig nachhaltig also Mörserstudie erkennt man vielleicht.
00:01:33: Die wertet weltweit Pensions-Systeme Und Österreich ist da im OECD vergleich das Pensionssystem, das am wenigsten nachhaltig ist.
00:01:44: Denemark hat das nachhaltiges der Pensionsystem.
00:01:46: warum?
00:01:47: Weil sie nicht nur eine staatliche Pension haben sondern weil Sie auch betriebliche und private Teile haben.
00:01:54: Dann spricht er immer von Säulen.
00:01:56: Das erste ist die staatliche Säule, das zweite ist die betrieblichen Säue und das dritte ist die private Säume.
00:02:01: Und Österreich hat das so allen zwei und drei bis ja sträflich vernachlässigt.
00:02:06: Hier war es uns immer ein großes Anliegen, da Richtung Zukunft zu gehen, Richtung Modernität zu gehen oder nachhaltigkeit zu gehen.
00:02:13: Einfach dafür sorgen dass die Menschen im Alter finanziell gut versorgt sind völlig unabhängig davon wie sich die Demografie entwickelt.
00:02:23: Das macht die zweite Salle
00:02:25: sehr gut.
00:02:26: Jetzt springen wir vom August-Wundzwanzig ins Heute.
00:02:28: Aus einer politischen Idee ist inzwischen ein konkreter Entwurf geworden, was ist denn seither passiert?
00:02:34: Ja vielleicht auch einen Satz mehr.
00:02:36: Wir sind letztes Jahr da gesessen und gesagt ja im Regierungsprogramm haben wir die zweite Soil vereinbart oder.
00:02:42: das ist ganz toll und das setze ich mich dafür ein und das will ich wenn man so ein großes Anliegen ist und ich würde mich total freuen wenn wir das in der Legislaturperiode schaffen.
00:02:50: Vielleicht sogar im zweiten halben Jahr zwanzig sechs und zwanziger.
00:02:55: Und dann war irgendwann Weihnachten und alle drei Parteien haben sich was gewünscht im Bereich Alter.
00:03:00: Die einen wollten das Arbeiten im Alter verbessern, die anderen wollten einen steuerlichen Anreiz haben und Jungs sagt hey aber wir wollen die zweite Pension.
00:03:07: zu alle drei Regierungsparteien drei Wünsche lass uns doch das alles gemeinsam machen.
00:03:14: und das war irgendwie so rund um Weihnachten.
00:03:17: Ja, jetzt ist es das erste halbe Jahr zwanzig sechsundzwanzig.
00:03:20: Und wir haben einen ganz konkreten Gesetzes in Kurve im Begutachtung der über das was im Regierungsprogramm steht auch noch hinausgeht.
00:03:29: Also das ist wirklich ein politischer sensationeller Erfolg und nicht nur für uns, nicht nur fürs Partei, sondern auch wirklich für die Menschen da draußen.
00:03:41: sehr schön.
00:03:42: Wo stehen wir denn jetzt im politischen Prozess?
00:03:44: Was ist dann derzeit so auf China?
00:03:47: Also was steht da drinnen, fange ich vielleicht einmal so an.
00:03:50: Da stehen zwei Dinge drin.
00:03:52: Das eine ist der sogenannte Generalpensionskassenvertrag.
00:03:57: das kommt daher dass aktuell twenty-fünf Prozent der Menschen eine betriebliche Pension bekommen.
00:04:04: gerade in großen Unternehmen ist es durchaus auch gang und gäbe, dass man das so bekommt.
00:04:10: ein Viertel der Menschen hat sowas.
00:04:12: Es ist aber leider so ein Pensionskrassenvertrag für eine betriebliche Pensionskasse.
00:04:17: Nicht wirklich ganz unkomplex, ja?
00:04:19: Es ist jetzt Karotke Science und es ist auch kein Handyvertrag!
00:04:22: Und für kleinere und mittlere Unternehmen ist das gar nicht so einfach sowas zu machen... ...und wir haben gesagt hey da braucht's doch sowas wie einen Generalpensionskasten.
00:04:30: Dass alle Österreicher basieren auf einem Standortvertrag dieses Instrument Nehmen können, egal ob sie in einer kleinen Bäckerei arbeiten oder in einem Handwerksbetrieb oder wo auch immer.
00:04:41: jeder soll die Möglichkeit haben.
00:04:43: Das haben wir geschafft!
00:04:45: Das heißt wenn man jetzt in Pension geht kann man sagen ich möchte mein Geld aus der Abfertigung da reingeben und uns nicht auf einmal kriegen sondern ich möchte jede monat einen kleinen Betrag zum Aufbess von meiner Pension haben.
00:04:57: Ist das eine?
00:04:59: Und das andere ist, und da haben wir auch schon mal darüber gesprochen, dieses sogenannte Abfertigung Neue, die wir alle kennen.
00:05:04: Wo wir jedes Jahr diesen schönen Brief geringen, den man vielleicht gar nicht so genau anschauen.
00:05:08: Aber im Kleingedruckten steht eins drinnen – und das ist immer die Rendite, die dieses Ding erwirtschaftet hat.
00:05:14: Jedes Jahr!
00:05:16: Und dreiundzwanzig Jahre gibt's das Modell?
00:05:19: Und im Schnitt war die Rendite immer rund um die Inflation, sag ich mal.
00:05:23: Ich sage es nicht immer drunter aber gibt's schon Kassen, die drunter waren andere waren ein bisschen drüber, jedenfalls es war viel zu wenig und zwar nicht weil die Kassen schlecht waren sondern weil einfach die politischen Voraussetzungen da drinnen schlechteren.
00:05:38: Proto-Garantie jederzeitige Herausnahme und das hat alles nicht funktioniert, war Fehlkonstruktion.
00:05:44: Diese Fehlkonstruktion haben wir beseitigt.
00:05:46: Sehr gut!
00:05:47: Am ersten, ersten siebenundzwanzig darf jeder Österreicher freiwillig in eine neue moderne Rendite starke Kasse wechseln.
00:05:55: Okay dann springen wir vielleicht gleich dorthin.
00:05:58: Was muss der die Österreicherin tun damit das passiert?
00:06:02: Oder passiert es von den Betrieben aus noch?
00:06:04: wie läuft dieser dieser ganze Vorgang ab?
00:06:07: Du sprichst in einen Wumpenpunkt an, weil das ist das und das sage ich auch immer ganz offen und ehrlich und überall.
00:06:13: Und eben der Sören will auch nicht.
00:06:15: Ein Ding hätte ich schon noch ganz gern und dass es das nicht der Arbeitnehmer aktiv entscheiden muss, dass er wechselt sondern also automatisch gewechselt wäre und sich da Arbeitnehmer bewusst für die alte Variante entschieden hätte.
00:06:30: Da spricht man vom sogenannten Opt-in wie wir's jetzt haben.
00:06:33: Also ich muss bewusst eine Handlung setzen Ich bin automatisch drin und muss mich bewusst dagegen entscheiden.
00:06:42: Das macht einen Riesenunterschied, weil viele Menschen sich nicht mit dem Thema beschäftigen.
00:06:47: Einfach eine gewisse Drehkeit haben bei so Themen.
00:06:50: Und da sage ich auch ganz klar, ich bleib dran!
00:06:53: Es ist mein Anliegen – ich will weiter, ich will das noch haben.
00:06:57: Ja was müssen wir tun?
00:06:58: Wir müssen kommunizieren, kommunizierend kommuniziert alle miteinander.
00:07:02: die Medien müssen helfen Die Politik muss kommunizieren und auch die Kassen.
00:07:07: Wir müssen so den Menschen gehen, sagen hey da ist was Neues das ist gut das solltest du machen go for it.
00:07:12: Und da müssen wir alle Gas geben.
00:07:15: Also
00:07:15: es braucht viel Überzeugungskraft.
00:07:17: Der Generalpensionskassenvertrag Ein abstraktes Wort.
00:07:21: Du bist schon ein bisschen reingegangen.
00:07:23: Was bedeutet dieser Schritt für die Menschen in den kleinen und mittleren Betrieben?
00:07:26: Und was bedeutet das auch für die Betriebe selbst?
00:07:29: Was müssen sie tun?
00:07:32: Das Schöne ist, Sie müssen eigentlich nichts tun.
00:07:35: Für die Menschen auch!
00:07:36: Das ist einfach ein gesetzliches Rahmenwerk und wir schaffen das.
00:07:39: Da haben wir einen Gesetz dafür.
00:07:42: Und ich brauche nix unterschreiben.
00:07:45: Ich muss mich einfach nur bei Pensionsantritt entscheiden und sagen hey, ich habe deine Abfertigung.
00:07:51: Aber ich möchte den Generalpensionskassenvertrag in Anspruch nehmen.
00:07:54: Bitte nehmt doch mein Geld und gibts in die Pensionskasse.
00:07:57: Weit sind's?
00:07:58: da gibt es ein Formular, ein Zettel.
00:07:59: einmal anhageln fertig.
00:08:01: Also das ist ganz, ganz einfach sowohl für die Angestellten als auch für die Betriebe.
00:08:06: Okay und wenn ich jetzt mich als angehender Pensionist dafür entscheide und sage ich möchte es monatlich und jetzt kommt aber irgendwie eine fette Zahlung?
00:08:14: Ich möchte doch alles haben geht das dann?
00:08:17: Wenn du dich einmal für monatliche entschieden hast, dann geht's nicht mehr.
00:08:20: Das ist klar weil es gibt natürlich dann immer so versicherungsmatematische Modelle und das Geld wird ja auch veranlagt.
00:08:30: oder außerdem Ich kann auch nicht zu meinem Arbeitgeber sagen, du zahlst mal monatlicher Gehalt.
00:08:35: Jetzt möchte ich ein Haus bauen und zahl's mal auf
00:08:37: einmal.".
00:08:38: Das geht nicht!
00:08:39: Es ist ein Teil der Vorsorge.
00:08:41: Man kann sich dann entscheiden, monatliche Zahlung... man sollte ohnehin immer einen kleinen Puffer haben ... man kann auch Teile herausnehmen vor allem die, die man vorher selber einbezahlt hat.
00:08:52: Da gibt es Mittel- und Wege.
00:08:54: aber was man einmal rübergeht zum Verrenten das ist da noch voremmend.
00:08:57: Sehr gut Die Abfertigung neu hast du schon angesprochen, so ein finanzieller Rucksack den man im Arbeitsleben mitträgt.
00:09:05: Die Idee ist dass der nicht einfach nur mitgetragen wird sondern er soll auch tatsächlich entlasten.
00:09:09: Du beschreibst bei der Abfertigung neu einen Teufelskreis würde ich sagen.
00:09:13: Garantie vorsichtige Veranlagungen niedriger Rendite früher Auszahlung Wo hakt's am stärksten?
00:09:20: Das Problem bei Teufelskreisen ist immer, dass man nie weiß wo fängt es an und wo endet's.
00:09:26: Und wie bricht man auf?
00:09:27: Nein, relativ simpel!
00:09:29: Du hast das jetzt gut beschrieben.
00:09:31: Die Leute die sich mit dem Thema beschäftigen für dieses ganz klar... ...und für die das nicht so klar ist, für dieses sehr komot sag ich mal.
00:09:41: Man hat einen Jobwechsel.
00:09:43: Man kriegt ein Brief.
00:09:45: Sie haben da ein paar hundert, paar tausend Euro, die können sie jetzt draußen nehmen.
00:09:50: Und man denkt so nicht in die Zukunft, weil Verrenten kann man es eh nicht.
00:09:54: Für die Pension hat sie eh keinen Impact.
00:09:55: Schlecht veranlagt das auch noch.
00:09:57: Mache ich einen schönen Urlaub?
00:09:59: Muss sich was an der Wohnung renovieren?
00:10:02: oder sage ich einfach und da sind die, die sich auskennen... Ich nehme das Geld und leg's einfach in ein ETF!
00:10:08: Weil in jedem x-beliebigen ETF habe ich mehreren Details darin.
00:10:13: Na gut jetzt nimmt jeder raus.
00:10:15: Das macht das Ergebnis dort noch schlechter.
00:10:17: D.h.,
00:10:17: der nächste, der die Entscheidung hat sagt sich umso mehr natürlich nämlich raus, weil da drinnen ist das Geld schlecht aufgehoben.
00:10:23: Das ist völlig legitim menschlich total verständlich.
00:10:26: ich würde es auch so machen.
00:10:28: aber genau diesen Teufelskreislauf durchbrechen wir jetzt weil wir dort bessere Renditen haben.
00:10:34: Sehr gut!
00:10:35: Warum ist es denn so sinnvoll die Abwertung stärker als Altersvorsorge zu denken und nicht nur das Geld dass irgendwann mal herausgenommen wird?
00:10:44: Also ich glaube, wenn man ganz früh ansetzt, früher hat es mal vor der Abfertigung noch eine alte Abfertigung gekriegt geben.
00:10:51: Und das Problem ist nur, ganz wenige haben die bekommen.
00:10:54: Wenn wir selber kündigt hatten, hatten sie nicht bekommen.
00:11:01: Und am Ende war das für eine alte Welt vorgesehen, wo man mit zwanzigern Unternehmen geht und dort sein ganzes Leben ist.
00:11:07: Und dann am Schluss kriegt man ein Jahresgehalt ausbezahlt.
00:11:10: Für die Firmen war das nicht so super weil die haben sich natürlich plötzlich ein ganzes Jahresgehalten gebraucht, die haben das rückstellen müssen... In Summe war keiner Heppe!
00:11:19: Dann hat man das umgestellt auf der sogenannten Rucksackprinzip immer etwas rein sparen und bei der Pension nimmt man es raus.
00:11:25: Bevor man das Gesetz finalisiert hat vor den Jahren, haben wir gesagt, ja, nein.
00:11:29: Aber es muss schon ganz sicher sein und außerdem soll man's rausnehmen können.
00:11:33: Und dann wurde aus einer an sich guten Idee eine typische österreichische Lösung, die halt leider nicht funktioniert hat.
00:11:42: Warum ist das natürlich sinnvoll?
00:11:43: Weil die Idee dahinter ist ja, dass wenn man in Pension geht, wenn man weniger Einkommen hat oder weniger Gehalt hat einen gewissen Buffer hat einfach eine gewisse Vorsorge oder eben was wir jetzt wollen, einfach monatlich eine höhere Pension.
00:11:58: Und konkret ganz konkret in Zahlen gegossen wenn jemand ein mittleres Einkommen hat und über sein Berufsleben lang vorsorgt dann kommt am Ende wirklich zehn Prozent mehr Netto-Pension aus.
00:12:12: Das ist ja richtig viel!
00:12:15: Wenn man auch von Zuzahlungen reden in der Zukunft macht das einen riesen Riesenunterschied.
00:12:21: Jetzt kommen wir zu einem Teil, mit dem viele Menschen sofort genauer hinhören.
00:12:24: Kapitalmarkt ist ein Thema.
00:12:26: Für den einen klingt das nach einer Chance für die anderen nach einem Risiko.
00:12:29: wahrscheinlich braucht es hier vor allem gute Leitplanken damit aus Freiheit nicht Verunsicherung wird.
00:12:34: Die Reform soll mehr Wahlmöglichkeit bringen.
00:12:36: wie verhindert man denn dass diese Wahlfreiheit nur für die funktioniert sich ohnehin schon gut auskehren damit?
00:12:43: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:12:45: Ich glaube, diese sogenannte Finanzbildung oder Financial Literacy das ist etwas was man leider in Generationen denken muss.
00:12:52: Das Schöne ist dass gerade wenn man sich jüngere Menschen anschaut heutzutage hier das Interesse und auch der Zugang zu dem Thema Kapitalmerk den ganz ein anderes.
00:13:01: viele Menschen beschäftigen sich mit ETFs, mit Aktien, mit Kryptos, mit sogenannten Neobroken wo man sehr einfach mit Apps etwas machen kann und das sorgt schon dafür dass sich die Menschen mehr mit dem Thema beschäftigen Stimmt mich sehr zuversichtlich für die Zukunft.
00:13:17: Und warum ist das so wichtig, warum sehe ich da so viele Chancen?
00:13:22: Man muss sich das einfach mal so vorstellen... Die Aktie merkte weltweit!
00:13:26: Das spiegelt nichts anderes wieder.
00:13:28: Das ist exakt das wie sich die Wirtschaft der Menschen weltweit entwickelt und die Wirtschaft ist auch nix anderes als sich die Menschheit weltweit entwickeln.
00:13:39: Jeden Tag haben wir mehr Menschen in bessere Ausbildungen.
00:13:42: Mehr Menschen die effizienter arbeiten, mehr wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt.
00:13:49: Über Jahrtausende hat sich das immer verbessert – es hat mal Kriege gegeben, alles gut ja?
00:13:54: Es hat mal Krisen geben aber über lange Perioden ist es immer besser geworden!
00:14:00: Und die philosophische Frage ist auch, möchte ich in einer Welt leben wo das nicht so ist?
00:14:07: Nein, das kann sich keiner vorstellen.
00:14:09: Die Menschheit würde verzweifeln resignieren wenn ich nicht das Gefühl hätte dass In fünf, in zehn Jahren oder morgen besser ist.
00:14:17: Wozu stehe ich dann auf und streng mich an?
00:14:19: Das ist das Normalste der Welt, dass es besser wird.
00:14:21: Und die Kapitalmärkte spiegeln eins zu eins wieder – und jeder profitiert davon!
00:14:26: Es ist eine Gleichverteilung, eine demokratische Verteilung des Wohlstands- und der Produktionsressourcen.
00:14:34: Das ist herrlich!
00:14:35: So, wie kriegen wir jetzt alle damit ins Boot?
00:14:37: Das is eigentlich die große Aufgabe,
00:14:39: oder?!
00:14:39: Genau,
00:14:39: das i s die Aufgabe... Wie gesagt, es ist nicht die Aufgabe eines Einzelnen.
00:14:46: Es müssen alle an einem Strang ziehen und wir müssen das überall machen.
00:14:50: Wir müssen es mit besserer Finanzbildung machen.
00:14:52: Unser Bildungsminister Christoph Wiederkehr setzt da viele Initiativen.
00:14:57: Wir haben private Initiatifen vor allem viele Banken.
00:15:00: auch engagieren sich hier sehr stark von ein Schleifpark beispielsweise.
00:15:05: Wir habe natürlich auch die Medien in denen Wichtige und Alle spielen.
00:15:09: Gerade auch der OF war bei dieser Pensionskastreform durchaus sehr, sehr konstruktiv.
00:15:14: Hat das auch super toll erklärt?
00:15:16: Also ich war begeistert wie einfach und toll die das erklärt haben und wie positiv sie berichtet haben.
00:15:22: Aber natürlich ist es auch ein Aufgabe der Pensionskatzen.
00:15:26: Die schicken jedes Jahr Briefe aus, die haben auch entsprechende Budgets und die müssen natürlich auch mithelfen.
00:15:31: Und vielleicht schaffen wir noch eben dieses Opt-Out!
00:15:34: Dann geht's ohnehin ein bisschen einfacher.
00:15:35: Sehr gut Wie erklärst du den Menschen, dass diese langfristige Veranlagung nicht Casino ist?
00:15:41: Was immer so ein bisschen die Angst dahinter ist.
00:15:43: Das bedeutet das es nicht alles auf Rot setzen sondern über viele Jahre breitstreuen je nach Lebensphase vielleicht sogar anders veranlagen.
00:15:50: Viele verstehen sicher, der so das Hauptsache mein eingeteiltes Geld ist noch da und du sagst aber echte Sicherheit, dass auch die Kaufkraft erhalten bleibt.
00:15:59: Genau das haben wir glaube ich irgendwann besprochen mit Bedarf und Bedürfnis.
00:16:06: Da mein Geld muss sicher sein und ich will in der Jahr nix verlieren, weil es brauche ich auf das Alter.
00:16:11: Der eigentliche Bedarf ist aber dass die Kaufkraft erhalten bleibt und das heißt, dass ich immer zumindest die Inflation verdienen muss und noch ein bisschen mehr damit's mit dem Zins-Effekt stark ansteigt.
00:16:22: Ich glaube über die Diskussion Casino Sind wir eigentlich weg?
00:16:26: Also ich glaube, das war schon nach früher mit... ...wo es diese unregulierten Märkte gibt.
00:16:30: Dieses Zocken und dieses Schnelle.
00:16:32: Und heute da morgen dort und wir machen einfach irgendwas!
00:16:37: Ich glaub' dass das immer drüber.
00:16:38: Also ich glaub', die Menschen haben schon erkannt und da haben diese ETFs auch viel gemacht.
00:16:43: Wenn ich ganz breit streue wenn nicht meine Eier alle in einen Korb legt sozusagen dann profitiere ich einfach von diesem weltweiten Wachstum Und das haben wir ja schon besprochen, dass ist de facto eigentlich in der Natur die Sache.
00:16:57: Das ist eine sehr natürliche Sache, dass wir weltweit immer wachsen und davon kann ich profitieren.
00:17:03: Und jeder, der sich ein bisschen damit beschäftigt hat – und selbst die, die früher eher kritisch waren – haben das verstanden?
00:17:11: Dass dieses Wachstumskonzept und dieses Risikostreuungskonzeptein sehr gut das ist, dass es mittlerweile….
00:17:17: und da vielleicht auch noch einen historischen Abriss so was wie Risikomanagement Das ist ja erst mit den Zweitausenderjahren, mit dieser Dotcom-Blase zweitausend, dann mit dem Liebenenbleib und der ganzen Krisen danach hat sich das erst etabliert in der Regulierung auch.
00:17:34: Also da sind Wissenschaftler entstanden und das ist ja alles viel mehr institutionalisiert.
00:17:40: Und ich glaube dass es schon alles sehr sehr viel sicherer und das sind einfach moderne Instrumente.
00:17:47: Wir haben Wissenschaft, wir haben Theorien.
00:17:49: Wir haben unabhängiges Risikomanagement.
00:17:51: Also der eine, der veranlagt und da hinterher aufpasst.
00:17:54: Und das ist eigentlich in Summe das viel modernere als einfach zu sagen na du darfst nicht unterbrauch mal Garantie!
00:18:01: Das ist nicht adäquat einfach.
00:18:05: Pensionen sind ja nie nur Kolonen von Zahlen, die erzählen Lebensgeschichten.
00:18:09: Vollzeit Teilzeit Kinderpflege Jobwechsel Einkommen und Genotter entscheidet sich Ob eine Reform breit wirkt oder nur hübsch am Papier aussieht.
00:18:18: Wer profitiert denn von diesen geplanten Änderungen am schnellsten?
00:18:21: Was würdest du sagen?
00:18:22: Ich glaube, am meisten profitieren vor allem die Jüngeren.
00:18:27: Also je länger man Zeit hat, da mitzumachen und zu investieren umso mehr profitiert man.
00:18:33: Am besten ist es wenn man gerade zum Arbeiten anfängt und sich entscheidet hey ich mach das neue Ding dann profitiert mal!
00:18:40: Das Einkommen oder der Einkommenshöhe ist völlig irrelevant.
00:18:43: Im Gegenteil, gerade die vielleicht nicht so die Möglichkeiten haben sich nebenbei auch noch fünfzig Euro, hundert Euro zu sparen.
00:18:50: Die haben einfach diesen fixen Teil des Einkommens in der Arbeitgeber ohnehin zahlt wirklich auch vorgesorgt und das gut und langfristig und man braucht sich um nichts kümmern.
00:19:00: eigentlich.
00:19:01: also dass es wirklich eine sehr demokratische Lösung die alle möglichst mitnimmt.
00:19:08: Gerade bei Frauen ist es so, dass sie die häufigeren Teilzeitphasen haben und auch Erwerbsunterbrechungen haben.
00:19:15: Was braucht's denn damit das da eine stärkere zweite Säule irgendwie nicht dafür sorgt, dass bestehende Unterschiede verstärkt werden sondern tatsächlich mehr Sicherheit bringt?
00:19:24: Die ganze Geschichte.
00:19:26: Du sprichst einen ganz wichtigen Punkt an der mir auch sehr wichtig ist.
00:19:31: Wir haben ein starkes Gap bei den Geschlechtern was Veranlagung betrifft.
00:19:36: Frauen veranlagen weniger in Wertpapiere als Männer.
00:19:40: Das ist aus vielen Gründen so, das ist vor allem auch weil Frauen tendenziell mehr Sicherheitsbedacht sind dieses Nestbauen während Männer dann eher in diesem Jagdding sind und der schnellen Rendite vielleicht nachjagen.
00:19:55: Es ist noch etwas was sehr sehr tief in unserem Unterbewusstsein drinnen ist.
00:19:59: aber an sich bei diesen Reformen die wir angehen sind eigentlich alle demokratisch breit gedacht Wo wir vielleicht noch was tun sollten, wer eben dann bei dieser dritten Säule oder bei dieser privaten Vorsorge?
00:20:15: Weil diesen Nachteil den ich gerade beschrieben habe.
00:20:18: Den Frauen haben, was die Risikoaffinität betrifft, haben sie andererseits wieder einen großen Vorteil weil sie viel mehr auf Langfristigkeit bedacht sind, auf Vorausschau und Vorsorge während Männer tendenziell eher auf kurzfristigen Konsum sind.
00:20:34: Das sieht man auch zum Beispiel beim Glücksspiel, wo Männer ganz ein anderes Risikoverhalten an den Tag liegt.
00:20:40: Also das ist schon was, wo man dann mit der Financial Literacy und der Bildung auch sagen kann, dass es ganz toll, liebe Frauen, dass ihr vorsorgt macht's nur ein bisschen richtiger.
00:20:50: Ich will nicht sagen, dass ich alles falsch mache.
00:20:52: Es wird sehr viel besser und da gibt es eben diese neuen Produkte wie diese ETFs die das sehr viel helfen.
00:20:58: Weg
00:20:58: vom Bausparer hin zu modernen Instrumenten.
00:21:03: Und das ist glaube ich eher der Clou wo man ansetzen kann um das ein bisschen mehr noch auszugleichen.
00:21:09: Sehr gut!
00:21:11: Zum Schluss holen wir noch ganz kurz die Glaskugel heraus.
00:21:14: Dann ein Entwurf ist immer in großer Schritt, aber nicht das Ende der Geschichte.
00:21:17: Die Frage ist jetzt was muss aus dieser Reform noch werden damit sie nicht nur gut gemeint ist sondern also auch wirklich im Alltag ankommt?
00:21:23: Also was ist für dich der nächste entscheidende Schritt?
00:21:26: Was muss jetzt noch passieren damit die zweite Pensionssäule tatsächlich für mehr Menschen zu einem echten Pensionsbluss führt?
00:21:34: Also der Entwurf, der jetzt da ist mit Ausnahme von ein paar technischen Dingen die im Rahmen dieser Begutachtung noch geklärt werden glaube ich sehr gut.
00:21:41: Da ist viel gelungen was sich viele nicht erwartet hätten.
00:21:45: Das Obd-Innoboard habe ich schon geklärrt.
00:21:47: Ich glaube dann muss man nochmal mit den Regierungspartnern sprechen dass das wirklich Sinn macht.
00:21:52: Ich glaub da gibt es durchaus Zugänge.
00:21:55: Das kann doch gelingen!
00:21:56: Nicht in diesem Schritt aber in einem nächsten
00:21:59: und
00:22:00: was man allgemein noch machen kann ist schon ein Punkt.
00:22:04: Und das ist mal wichtig und das möchte ich da jetzt ansprechen.
00:22:07: Ich habe vorhin erwähnt, wir können – wenn man das konsequent umsetzen – ohne einen einzigen Cent mehr an zu zahlen.
00:22:14: Wichtig!
00:22:14: Zehn Prozent mehr Netto-Pension der Wirtschaften.
00:22:19: Jetzt stellen wir uns vor diese Arbeitgeberbeiträge werden von eins, fünf drei Prozent verdoppelt auf drei Prozent.
00:22:26: So süß war es was im internationalen Vergleich gar nicht so unüblich ist dann hätten wir plötzlich nicht mehr zehn Prozent mehr Netto-Pension, sondern zwanzig Prozent mehr Nettopension.
00:22:36: Das ist irre!
00:22:38: Und wenn man sich überlegt was vom Bundesbudget beigetragen werden muss zu den jetzigen Pensionen in der ersten Säule das ein Viertel des Bundesbudgets?
00:22:50: Was wir da plötzlich Spielraum hätten?
00:22:52: Budgetier und ich weise brauchen die zweite Säulen auch um diese Pensionslücke zu schließen.
00:22:58: vom letzten Einkommen zur Pension.
00:23:00: Aber es würde uns schon auch Spielraum ermöglichen, um in der ersten Säule ein bisschen Luft zu verschaffen.
00:23:07: Weil eins ist klar – wir können entweder mehr arbeiten, mehr Stunden, wir können länger arbeiten, siebenundsechzig, wir könnten Pensionen kürzen oder wir können alle plötzlich doppelt und dreimal so viele Kinder bekommen, dass sich das mit der Demografie ausgeht.
00:23:21: Aber das ist Mathematik, das sind Grundgesetze.
00:23:24: da kann man sicher als politischer Politiker noch so viel wünschen.
00:23:27: die können wir nicht außer Kraft setzen.
00:23:29: Das heißt, ich muss irgendetwas anderes machen.
00:23:31: Zum Beispiel eine kapitalgedeckte Säule einführen und da gibt es Spielraum.
00:23:37: jetzt weiß ich das würde eine Erhöhung der Lohnnebenkosten bedeuten etwas was wir uns aktuell nicht leisten können budgetär nicht von der Wettbewerbsfähigkeit nicht aber ist trotzdem ein Wunsch für die Zukunft dass wir hier künftig wieder so wettbewebsfähig sind bei den anderen Lohn Nebenkosten was machen dass sie uns das leisten können oder auch eine freiwillige Zuzahlung durch den Arbeitnehmer.
00:23:59: Aber irgendwo müssen wir schauen, dass wir mehr Kapital für unsere Pensionen aufbauen um Spieleräume zu schaffen.
00:24:06: Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner Mission!
00:24:08: Vielen Dank fürs Gespräch Christoph!
00:24:11: Vielen dank Tina für die Einladungen und für das nette Gespräch.
00:24:14: Und euch vielen Dank fürs Zuhören.
Neuer Kommentar