Klubsachen mit Markus Hofer - Wirtschaftskammerreform
Shownotes
Die Wirtschaftskammerreform soll aus einer Pflichtvertretung wieder stärker das machen, was sie sein muss: eine schlanke, transparente und wirksame Unterstützung für die Betriebe. Markus Hofer ist NEOS-Abgeordneter und Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Industrie und Standort und spricht darüber, wo die Reform aktuell steht, was sich bereits bewegt hat – und warum der bisherige Zwischenstand noch nicht reicht.
Für Unternehmer:innen geht es dabei um eine sehr konkrete Frage: Was kommt von einer Reform wirklich bei ihnen an? Gerade in Zeiten hoher Kosten, viel Bürokratie und wirtschaftlicher Unsicherheit zählt nicht nur, was angekündigt wird, sondern ob Beiträge sinken, Strukturen einfacher werden und die Kammer mit dem Geld ihrer Mitglieder sparsam umgeht. Aber solange viele Doppelgleisigkeiten bestehen und die Landeskammern nicht konsequent mitziehen, bleibt der Reformbedarf groß.
Im Gespräch geht es um die Kammerumlage 2, um Transparenz bei den Berechnungen, um die Rolle der Landeskammern und um die Frage, wie aus einem Zwischenbericht eine Reform wird, die Betriebe tatsächlich spüren.
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00:00:02: Herzlich willkommen zu Club-Sachen, der Podcast bei dem alle Neos Abgeordneten ihre Erfahrung
00:00:08: und Expertise ein.
00:00:11: Die Gespräche dazu führe ich Tina Schmidhofer.
00:00:15: Herzlich Willkommen!
00:00:16: Wer in Österreich einen Unternehmen gründet wird in vielen Fällen automatisch Mitglied der Wirtschaftskammer.
00:00:21: die WKO vertritt Unternehmen politisch bietet Beratungen organisiert Interessen nach Branchen und hebt dafür Pflichtbeiträge ein.
00:00:29: Das ging zuerst nach einem Thema für Unternehmer, würde ich jetzt mal sagen.
00:00:31: Aber es betrifft mehr Menschen als man auf den ersten beglaubt.
00:00:33: Wenn Betriebe hohe Kosten haben, wirkt sich das auf die Jobs aus, auf die Preise und Investitionen also am Ende auf unser aller Alltag.
00:00:40: Und jetzt liegt ein Zwischentran zur Reform der Wirtschaftskammer auf dem Tisch.
00:00:43: Der Anspruch klingt auch richtig weniger Bürokratie Klare Zuständigkeiten mehr Nutzen für die Unternehmen.
00:00:49: Einer, der da wirklich fuchs-deufelswild wird und auf jeden Fall sehr emotional und akribisch mitsprechen möchte ist derjenige mit dem ich heute trete.
00:00:58: Markus Hofer, Abgeordneter zum Nationalrat, Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Industrie und Standard und stellvertretender Bundesprecher der UNUS.
00:01:07: Liebe Diener, danke für die Einladung.
00:01:09: Du hast ja damit schon das emotionale Framing gegeben.
00:01:12: also wenn ich jetzt ganz konstruktiv bin und nicht und dann...
00:01:15: Also du darfst sein was du willst?
00:01:17: Ich weiß nur dass du bis jetzt auf jeden Fall sehr emotional bei der Sache warst.
00:01:20: sagen wir es mal so!
00:01:21: Es
00:01:21: könnte sein.
00:01:22: Wie dröseln wir auf warum UNUS mit dem bisherigen Reformstand noch nicht zufrieden sind Wo es Bewegungen gibt, wo die großen Baustellen bleiben und warum eine echte Wirtschaftskammerreform mehr sein muss als ein bisschen frische Farbe auf alten Strukturen.
00:01:36: Man muss jetzt im Zwischenstand anschauen was ist aus deiner Sicht der richtige Anspruch an diese Reform?
00:01:42: Ich hole mal ein bisschen aus.
00:01:44: Bitte!
00:01:45: Was ist denn die Wirtschaftskammann?
00:01:47: Die Wirtschaftskammen ist die gesetzlich vorgegebene Interessensvertretung Und da ist ja schon einmal die erste spannende Analyse in diesem Lande.
00:01:56: Österreich hat eine gesetzliche Zwangspflichtmitgliedschaft und daneben gibt es ganz viele freiwillige Vereinigungen.
00:02:05: Und da sollte man sich ja schon einmal die Frage stellen, wenn ich heute Führungsfunktionen in der Pflicht mit Gliedschaftskammer habe?
00:02:12: Ja warum gibts denn die Parallel noch?
00:02:14: Warum gibts dann eine industriellen Vereinigung einen Handelsverein, eine österreichische Hoteliers-Vereinigung?
00:02:21: unterfallen uns jetzt gemeinsam dann eine ganze lange Liste ein?
00:02:26: Und ich bin überzeugt davon, die gibt es weil sie ein Angebot haben das die Kammer nicht mehr authentisch vertritt.
00:02:35: Jetzt hat die Kamer sich selbst die Chance für ihre Reform gegeben und das mag jetzt ein bisschen zynisch klingen wenn ich sage Sie hat sich selbst gegeben aber sie hat das was ihr von außen von vielen schon herangetragen wurde lange ignoriert auch mit einem quasi demokratisch gewählten Alleinanspruch des Wirtschaftsbundes abgewährt und dann aus eigenen Fehlern, Abgehobenheit in einer Zukunftsvergessenheit, in einem Machmonopolstimmung sich selbst ein so großes PR-Problem geschafft.
00:03:14: Dass sie in einen Reformprozess hineingeschubst wurde, sich selbst hineinggeschubst hat.
00:03:19: Dort sehen wir jetzt!
00:03:22: Jetzt komme ich zu deiner Frage.
00:03:24: Wir haben eine ganz wichtige Entscheidung getroffen und so der stehen wir auch.
00:03:27: Und das ist, dass wir als UNUS gesagt haben, wir gehen nicht in Opposition zu dieser Reform.
00:03:33: Wir haben einen neuen Präsidentin, den neue Präsidentin hat sich in ihrem engeren Kreis Strukturen gegeben wo sie Personen ausgetauscht hat oder auch zurückgeschnitten hat.
00:03:42: Unser klares Zeichen war, wir strecken die Hand aus, wir reichen die Hand damit wir gemeinsam mit verschiedenen Interessen vertretende Wahlwerbenegruppen schauen was geht Gemeinsam.
00:03:55: Das ist jetzt fast sechs Monate hier.
00:03:58: Und was ist so gegangen bisher?
00:04:00: Ich
00:04:00: begehne es einmal mit dem Positiven und da ist das Glas vielleicht nicht halb voll, aber zumindest der Boden ist bedeckt, benetzt mit Flüssigkeit.
00:04:10: Es wurde schon einiges angestoßen.
00:04:13: Man kann das erste Mal drüber sprechen, dass man die Kammerumlage reduziert.
00:04:17: Ich weiß nicht, warst du eine Ahnung wie viel pro Jahr die Wirtschaftskammer an Sie sagt Umsatz, ich sag Zwangsbeiträgen generiert.
00:04:27: Dazu müsste ich jetzt eine valide Zahl an Unternehmern kennen?
00:04:31: Du wirst es mir sagen!
00:04:32: Ich will mich nicht plamieren.
00:04:37: Das ist viel Geld.
00:04:38: Was machen wir mit der ganzen Kohle?
00:04:39: Genau und das ist das was die Reform sich geben sollte.
00:04:43: Ja es wurden ersten Einschnitte gemacht.
00:04:46: ja es gibt eine Richtung.
00:04:47: man paut auf Bundesebene ein Viertel aller Positionen ab.
00:04:51: Ja, es gibt eine erste Richtung.
00:04:53: man hinterfragt wie das Wahlsystem ist.
00:04:56: Aber wenn wir uns die ein halbes Jahr ansehen dann ist das wo wir heute stehen von dem was wir als Zukunftsbild der Kammer sehen und auch gefordert haben.
00:05:05: da können wir ja gerne nachher noch dazu weit entfernt.
00:05:08: Und das heißt wir werden weiterhin... Es gibt noch Runden der Diskussion.
00:05:13: Wir werden weiter in diesen Runden uns konstruktiv einbringen.
00:05:17: Wir sagen aber ganz klar Jetzt genau vier Tage im Wirtschaftsparlament, bundesweit im Wirtschaftsparlament kommuniziert wurde.
00:05:27: Und das wo unser Zukunftsbild ist für eine tatsächliche Unternehmensvertretung, ist noch ein riesiges Stück dazwischen.
00:05:35: und ob dieser Weg gegangen werden kann oder diese Brücke geschlagen werden kann um sich diesem Mut zu wirklichen Reformen diesen haben wird... Das müssen wir sehen.
00:05:47: da werden wir sehr kritisch dabei bleiben.
00:05:48: Da stellt sich für mich natürlich auch irgendwie so die Frage Sind wir damit so alleine auf weiter Flur oder erkennen dieses Problem mehreren?
00:05:56: Ich spreche nicht gern über andere und hier heißt es immer Wahlverbände gucken.
00:06:00: Wir sind ja nicht Parteien, aber es kann sich jeder ein Bild machen wie dann abgestimmt wird im Bundeswirtschaftsparlament.
00:06:08: ich stehe nur dazu.
00:06:11: Wir sehen es so.
00:06:12: was aber viel wichtiger ist ganz viele Unternehmerinnen und Unternehmer sehen das so.
00:06:17: die sind ja diejenigen, die das einzahlen.
00:06:20: Die ... die Services bekommen oder nicht bekommen.
00:06:24: Willen gehen oder nicht wählen gehen.
00:06:26: Das sind unsere Zielgruppe der wir verantwortlich
00:06:29: sind.".
00:06:30: Es gibt ja durchaus Punkte, dass es angesprochen mit denen sich was bewegt hat in der WKÖ selbst zum Beispiel zwei Hundert von achthundert Mitarbeiterinnen abgebaut.
00:06:38: Warum ist es denn wichtig solche Schritte auch anzuerkennen und gleichzeitig zu sagen, das ist jetzt noch keine echte Gesamtreform aber es tut sich etwas?
00:06:48: Zuerst einmal aus einer grundsätzlichen Respektbekundung auch der neuen Frau Präsidentin Schulz gegenüber.
00:06:56: Wir haben jetzt jemanden, der aus der Wirtschaft kommt und wir haben jemanden die eine Reputation hat, dass sie Veränderungen will.
00:07:04: Wir wollen das unterstützen aber wenn das System stärker ist als die Kräfte, die es verändern wollen dann wären wir bei einem Halbkompromiss nicht mitgehen können.
00:07:18: Wo liegt denn die Grenze dessen, was im eigenen Haus reformiert werden kann und warum müssen jetzt auch die Landeskammern mitziehen?
00:07:25: Ich sehe das Haus ja immer als Gesamtes.
00:07:28: Man kann natürlich schnell der Ausrede sich bedienen, dass ihr das System insgesamt zu kompliziert ist und ein Bereich kann nur seins regeln unter anderem nur seines regeln.
00:07:39: Die Frage ist es ist ein tacheles Redend Einwirtschaftsbund, der die gesamte Macht in der Wirtschaftskammer hält.
00:07:50: Wenn dieser Wirtschaftsbund über alle Länderorganisationen, über diese Fachgucken, über die Fachverbände hinweg sagt wir brauchen tatsächliche Veränderungen dann wird das gelingen.
00:08:01: und wenn es nicht so ist, dann spürt man eben dass es kein rechtlichen Durchgriff gibt aus der Bundeswirtschaftskammern in den Ländernkammern.
00:08:10: Das ist aber nur die Formalsstruktur, die politische Aussage ist, dass es Bereiche gibt die keine Veränderung wollen.
00:08:18: Das muss man rausstreichen.
00:08:20: Wenn wir jetzt von außen auf die Wirtschaftskammer schauen, sieht man oft nur die WKO.
00:08:24: Tatsächlich besteht sie aber aus diesem Bundeskammern und aus neuen Landeskammern, aus Fachorganisationen, vielen eigenen Körperschaften... Warum ist genau dieses Strukturs deiner Sicht so das größte Hindernis für echte Entlastung?
00:08:35: Was schafft
00:08:35: diese Struktur?
00:08:37: Und was verhindert Sie?
00:08:38: Das erste ist einmal dieses Strukturverhindertransparenz.
00:08:43: Jedes Unternehmen in Österreich hat einen Vorgaben, Rechnungswiesensvorgaben und Transparenzvorgabe nach denen die Jahresabschlüsse erstellt werden müssen.
00:08:53: Und da sagt dann die Rechnungswiesenvorschriften du musst deinen konsolidierten Abschluss machen.
00:08:58: was bedeutet das?
00:08:59: dass ich mit einem Blick von außen sehen kann.
00:09:03: wie sieht denn die gesamte Unternehmung aus?
00:09:05: Die Kamer hat es nicht!
00:09:07: Es gibt keinen Gesamtblick auf die Kamera.
00:09:11: wir wissen nicht was sie gesammthaft verdient wo genau welche Rücklagen sind.
00:09:18: Man muss sich das mühsam und mühseligst, ohne alle Informationen zu haben aus über acht hundert Teilorganisationen zusammen klamüsern – über acht Hundert Teil-Organisationen!
00:09:30: Eins.
00:09:31: Zwei Eine komplexe Struktur ist komplex zu verändern.
00:09:35: Sie ist so gebaut weil sie es so gewollt ist.
00:09:37: Sie ist nicht Gott gegeben, sie ist so gebaut weil sie so gewolkt ist Und mit dem kämpfen wir jetzt.
00:09:43: Sie ist aufgebaut,
00:09:45: um
00:09:45: resilient ein Machenmonopol zu schützen und jetzt wo der Wind dagegen stärker wird, ist die eigene gewählte Struktur eine Hinderung, um tatsächliche Formen zu machen.
00:09:57: Miesam!
00:09:58: Das müssen wir jetzt herzlich sagen.
00:10:00: UNOS fordern ja statt neuen Landeskammern und einer Bundeskammer so einen drei plus eins Kammermodell.
00:10:05: Bitte erklär was dieses neue Organikramm kann?
00:10:11: Wir versuchen Komplexität und damit Kosten rauszubringen, um Geschwindigkeit zu erhöhen in Entscheidungen.
00:10:17: Du musst dir vorstellen wenn man heute etwas regeln will was Dachdecker-und Spengler betrifft?
00:10:25: Dann würdest du dir denken da dachstecker und Spenglern in Tirol ist vielleicht mit etwas mehr Niederschlag und Schnee.
00:10:31: dazu kämpfen wir es hier in Wien oder in Burgenland.
00:10:34: auch generell haben sie die gleichen Probleme.
00:10:37: Die Wirtschaftskammer denkt nicht so, weil wir zuerst in neun Fachgruppen auf der Ebene der Bundesländer das gleiche Thema diskutieren müssen um es dann auf einem Fachverbands-Ebene auf Bundesebene dann zu diskutieren.
00:10:52: Wir sagen raus mit Komplexität!
00:10:54: Es ist wichtig vor Ort zu sein.
00:10:56: deswegen die Stellen die bei den Unternehmen sind alles okay aber in Verwaltung und Entscheidungsfindung reichen uns drei große Bereiche Regionale, die man zusammenführt.
00:11:06: Damit sparen wir uns viele Einzelorganisationen, viele Zentralen und sind schneller in den Entscheidungsfindungen.
00:11:13: Und wir denken am Ende des Tages alles zusammen.
00:11:16: Kann man diese Kammer mit den Zielen, die sie hat, mit den Aufgaben, die Sie haben, mit der Hälfte des Budgets gut und ordentlich führen?
00:11:26: Das bedeutet über sechshundert Millionen Euro weniger Belastung für Österreichs Unternehmerinnen.
00:11:33: Das
00:11:34: ist ordentlich viel Geld.
00:11:36: Ein zentraler Punkt im Zwischenbericht ist ja die Kammerumlage zwei.
00:11:39: Ja, das ist ein Beitrag den Unternehmen zeigen wenn sie Mitarbeiter beschäftigen.
00:11:42: also er hängt auch an der Lohnsummer.
00:11:45: Vereinfacht gesagt wir arbeiten schafft Zeit auch hiermit.
00:11:49: Warum ist genau diese Kammer umlage zweisauer?
00:11:51: sich zu problematisch gerade für Betriebe die viele Menschen beschäftigen vor allem?
00:11:54: Jetzt machen wir mal einen kurzen Ausflug in die Historie Österreichs.
00:11:58: In Österreich ist es ja so, was immer temporär geschaffen wird hat die längste Bestandsdauer.
00:12:04: also die Kammerumlage zwei wurde temporär eingeführt um Unternehmen die in einer Krisenlage sind zu helfen.
00:12:13: So sie ist weder temporär noch hilft sich derzeit Unternehmen in Krisenlagen.
00:12:17: Sie geht einfach ins Generalbudget der Kammer.
00:12:20: wir sind überzeugt man sollte das tun wo für sie geschaffen wurde.
00:12:24: Sie wurde temporär eingeführt, jetzt führen wir es wieder
00:12:27: ab.
00:12:28: Schafft fürs Erb!
00:12:30: Das kann eine Kammer natürlich nicht von einen Tag auf den anderen.
00:12:33: da sind wir auch realistisch.
00:12:35: das sind über vierhundert Millionen Euro die durch die CO² wie sie verkürzt heißt generiert werden aufgebracht werden aber in drei vier Jahren schrittweise zurückführen.
00:12:47: das schafft jedes Unternehmen sich so zu restrukturieren.
00:12:51: sollte auch eine Unternehmerinnen Krammer schaffen
00:12:55: Oder wie?
00:12:56: Im Moment sind wir dort, dass es scheibchenweise und in kleinen Schritten man sich Änderungen macht.
00:13:02: Es kommen einige Länderkamer, die sagen, wir reduzieren etwas.
00:13:05: Die Bundeskammer sagt, wir reduzieren etwas aber was ist denn das am Ende des Tages?
00:13:10: Es sind Lohnnebenkosten zusätzliche Belastungen und das ist vielen nicht bewusst.
00:13:17: Das sind insgesamt Null Komma Vier Prozent Punkt Lohn Nebengosten.
00:13:23: Wir haben jetzt zwei Milliarden Euro aufgebraucht, auf Bundesebene um einen Prozentpunkt Budget hierin zu sparen.
00:13:29: Die Kammer allein hat in ihrer Macht und in Ihrer Hand noch einmal Nullkommar vier Prozentpunkte beizutragen – fast die Hälfte von dem was im Bundesbudget jetzt gehoben wurde.
00:13:40: Und ich denke ein guter Zeitpunkt das zu tun!
00:13:43: Auf dem Papier stehen um die hundert Millionen Euro Entlastung bis zu zwanzig dreißig.
00:13:49: Unser Tag, wenn diese Senkung sofort greifen würde, lege die Entlastungen derzeit eher bei Eighty Millionen Euro nicht bei Hundert Millionen.
00:13:55: Kannst du mir erklären wie diese Differenz zustande kommt und warum solche Rechenannahmen politisch vielleicht nicht nebensächlich sind?
00:14:02: Ich glaube das Zweite ist das Wichtige.
00:14:05: Wenn wir ganz klar sind es geht um Vertrauensbildung.
00:14:10: sich ihr eigenes PR-Desaster geschafft, weil sie gedacht hat es wird schon keiner so genau hinschauen.
00:14:16: Und dann erzählen wir ihnen nur die halbe Wahrheit.
00:14:19: und tatsächlich haben viele genau hingesehen, haben's ausgegraben und der ehemalige Präsident hat damit unzurecht dafür seinen Hut nehmen können.
00:14:30: So jetzt kommt ein neues Präsidium eine neue Präsidentin und sagt Wir werden einhundert Millionen einsparen.
00:14:37: Das ist derzeit nicht der Fall.
00:14:38: Die Beschlüsse, die getroffen wurden kommen nur auf einundachzig Millionen.
00:14:42: und werden die neunzehn Millionen Differenz jetzt die Welt bewegen?
00:14:45: Nicht einmal die Kammer, nicht einmal wie eine Hauptstraße.
00:14:48: aber wenn man wieder beginnt nicht genau die Wahrheit zu erzählen wird der Vertrauensaufbau bei den Mitgliedsbetrieben nicht funktionieren.
00:14:58: Darum geht es hauptsächlich.
00:14:59: Und da sind uns neunzehn Millionen wichtig genug, dass wir dem Finger dort in die Wunde legen und es klar aussprechen weil zuerst braucht es den zusätzlichen Beschluss, Neunzehmmillionen wozu finden?
00:15:10: und dann soll man für die Zukunft lernen, dass man ehrlich, klar
00:15:14: und transparent
00:15:15: kommuniziert.
00:15:16: Unternehmerinnen und Unternehmer sind nicht dumm, die wissen selbst wie man jeden Euro umdrehen muss und das man nicht einfach Neunzimmillionen erfinden kann.
00:15:25: Ja, und am Schluss sind es neunzehn Millionen.
00:15:27: Auch wenn's nach Pinards klingt im Vergleich zu den Milliarden, das sind neunzen Millionen nicht wenig Geld.
00:15:32: Bei einer Reform kann man ja viel ankündigen.
00:15:34: Entscheidend ist natürlich ob man nachvollziehen kann was wirklich passiert, dass immer bei der Transparenz.
00:15:38: Was müsste denn offen gelegt werden damit Betriebe verstehen können wie stark sie tatsächlich entlastet werden?
00:15:44: Ich komme da ein bisschen zurück, was ich vorher gesagt habe.
00:15:46: Wenn es einen ganz einfachen einen Abschluss der gesamten Wirtschaftskammer Österreichs gebe, den ich mir als Unternehmer runterladen und ansägen kann.
00:15:56: Zum Vorjahr, zum Vorvorjahr steigt Vertrauen.
00:15:58: Wenn dort auch drin entsteht, wo genau welche Positionen sind wie viele Mitarbeiter in welchem Bereich sind dann schafft das Vertrauen?
00:16:07: Und dann tragen Menschen die Veränderungen mit.
00:16:10: Das fordern wir – das ist uns wichtig, nicht mehr Bürokratie sondern Transparenz, die weit helfen wird weil sie Vertrauenschaft.
00:16:19: Eine Reform wird ja nicht daran gemessen, ob sie jetzt für eine Präsentation gut ausschaut.
00:16:23: Sondern ob sie wirklich spürbar wird bei den Betrieben.
00:16:25: Woran würde ein kleiner Betrieb?
00:16:27: Ein Personenunternehmen oder einen Unternehmen mit vielen Beschäftigten vielleicht auch konkret merken?
00:16:32: die Reform ist gelungen.
00:16:33: Ja, es gibt ja für uns fünf Reformforderungen.
00:16:36: Ich mach's aber an zwei fest.
00:16:38: Weil ich glaub die zwei würden vieles verändern.
00:16:41: und ich bleib wirklich beim kleinen Betrieb weil vorher haben wir mit der Kammerumlage zwei da mal über Unternehmen gesprochen im Mitarbeiter haben.
00:16:46: Aber ein EPU ... Wir sagen... Es muss beginnen auch dort beim Geld.
00:16:51: Maximal einhundert Euro darf eine EPU als Kundumlage zahlen und immer nur einmal!
00:16:58: Du kennst das selbst wenn man in Österreich einen Ein Unternehmen hat plötzlich vier verschiedene Gewerbe.
00:17:04: Weil das braucht man in unserer komplexen Gewerbewertung.
00:17:09: Es sollte einmal nur der Beitrag zur Kammer bezahlt werden, eins.
00:17:14: Das zweite ist dein Recht auf Mitbestimmung, deinen Wahlrecht auszuüben muss so vereinfacht werden dass du das gerne tust.
00:17:23: Zur Wirtschaftskammerwahl zu gehen... Alle fünf Jahre ist nicht im Zentrum deines unternehmerischen Interesses.
00:17:30: Aber wenn du nach Hause eine Wahlkarte automatisch bekommen würdest oder eine Aufforderung zu einer digitalen Wahlteil zu nehmen und das dauert dich dann zwei Minuten dreißig, dann wirst du teilnehmen!
00:17:42: Und dann ist die Kammer auch wieder legitimiert.
00:17:46: Eine Kammer wo die Wahlbeteiligung jetzt Schritt für Schritt Richtung zwanzig Prozent sinkt hat keine Legitimation mehr demokratisch.
00:17:55: Und wenn die zwei Sachen passieren.
00:17:57: Du weißt, dass du nur dafür zahlst wo du Leistung bekommst und du weißt das du beitragen kannst.
00:18:02: alle fünf Jahre in dem du dein Wahlrecht ausübst wird sich diese Kammer nachhaltig verändern um zum besseren.
00:18:10: Die Wirtschaftskammer ist ja eine Pflichtvertretung.
00:18:12: also Unternehmen kann ich da versuchen sagen na dann gibt es Abo nämlich nicht.
00:18:16: welche besondere Verantwortung würdest du sagen entsteht daraus wenn ein Institutionen Geld verpflichtend einen hebt?
00:18:22: Also was soll sie denn bitte schön in den Rückschluss zurückgeben?
00:18:26: Ich
00:18:26: wiederhole eines der allerwichtigsten Themen.
00:18:30: mit Pflichtbeiträgen, mit Zwangsbeiträgern muss man besonders transparent umgehen.
00:18:35: Das zweite genauso wie wir es bei Steuereinnahmen fordern ist.
00:18:39: Man muss besonders sorgsam damit umgehen ob sie tatsächlich notwendig sind oder nicht.
00:18:45: und das dritte ist ich habe eine Verantwortung meinen Mitgliedsbetrieben gegenüber dass sich In jeder Situation versuche die Belastung für die Betriebe zu minimieren, nicht gleich zu halten oder zu maximieren.
00:19:01: Das ist wahnsinnig wichtig und ich möchte eins dazu noch geben weil es sehr oft dann in der Gegenargumentation uns entgegen gebracht wird Wir schätzen die Kammer Und wir schätzen vieles aus.
00:19:16: kamermittarbeitende Leisten Da ist eine unglaubliche Kompetenz und diese Kompetenzen der Sozialpartnerschaft ist wichtig.
00:19:25: Es heißt aber nicht, dass ich jedes Mal wenn ich die Kammer in ihrer Struktur kritisiere, mir dann vorgeworfen werde, ich kritisere Kammern Mitarbeiter.
00:19:34: Das sind zwei verschiedene Sachen.
00:19:35: Wenn ich vom Staat fordere, dass er Budgetseinsparte im Verwaltung heisst das Nicht, dass sich die Beamten kritisieren.
00:19:42: Und genau so ist es bei der Kammer und deswegen müssen wir die zwei Diskussionen sauberstrennen.
00:19:49: Was muss denn für dich in den nächsten Schritten jetzt noch passieren, dass aus diesem Zwischenbericht der jetzt da ist?
00:19:54: Noch eine echte Reform wird.
00:19:56: Ich glaube das Sommer und die Sommersonne, die dadurch Offenheit des Geistes wird hoffentlich allen Beteiligten nochmal die Zeit geben, in sich zu gehen und sich zu fragen haben wir damit eine Kammer der Zukunft aufgestellt?
00:20:12: diese Chance ist man soll nie was sagen einmalig aber sie ist besonders.
00:20:18: Das, was in den letzten zwölf Monaten passiert ist sicher mehr als jeder vor zwölfe Monaten hätte denken können wie ein Wirtschaftskammersystem sich verändert.
00:20:28: Aber die Frage ist der, ist es ausreichend um die Kammer auch die nächsten Jahrzehnte zu tragen?
00:20:34: Ich sehe das noch nicht und ich sehe dass man nicht im kleinen Kleinen hier weiter machen sollte sondern sind auch meine paar großen Stellschrauben hinterfragen soll.
00:20:44: Wir sind konstruktiv weiter dabei Wir werden aber auch immer wieder einmachen, wo wir sehen dass das Ausmaß der Reformen ist die wir als notwendig sind.
00:20:54: Vielleicht zum Schluss nochmal weg von diesen Sitzungsunterlagen hin zu den Menschen die das betrifft.
00:20:59: also wenn ein Unternehmer oder eine Unternehmerin diesen Podcast hört und sich denkt Wirtschaftskammerreform schön und gut Aber was heißt das für meinen Eintag?
00:21:07: Was soll hängen bleiben?
00:21:08: Es soll ein Bild hängenbleiben das wir zumindest als UNUS haben Und dieses Bild ist eines, das in den vergangenen Jahren die nächste Wahl.
00:21:18: Darüber hinaus gibt es aber auch etwas.
00:21:21: Die Unternehmensvertretung, die wir wollen, ist am Ende freiwillig.
00:21:26: Jede ist gern dabei und es macht ein Service, das wirklich relevant für dich ist.
00:21:34: Sozialen Aspekt, in dem wir sagen alle Unternehmerinnen gemeinsam Zahlen rein.
00:21:38: Wenn diese Unternehmensvertretung selbst wenn ich heute das nicht brauche die Tina braucht es vielleicht für ihr Unternehmen Das ist Division so aufgestellt dass sich freiwillig und gern dafür zahle Was is der Zwischenschritt?
00:21:52: Wir haben auch klar gesagt wir bringen diese Dematik-Zwangsmutgliedschaft jetzt nicht rein weil sie ja derzeit nicht das Hauptproblem der Markus und der Tina aus der Unternehmerinnen dieser Welt oder Österreichs ist.
00:22:07: Was du spüren solltest, ist Entlastung – es kostet mich weniger.
00:22:12: Mehr Serviceorientierung ich rufe dort gern an weil jeder, der dort arbeitet weiß dass ich mit meinem Beitrag diesen Job finanziere.
00:22:21: und das dritte ist mehr Transparenz und mehr Mitbestimmung.
00:22:26: Und dann macht's auch wieder Spaß nämlich für beide Seiten.
00:22:29: Derzeit ist das Gefühl ein Abnützungskampf.
00:22:33: Es sollte aber eine Freude sein, wie wir unruhsam sagen, Unternehmensfreude.
00:22:39: Eine Freude ist ein Miterkammer zu arbeiten und eine Freudesein in der Kammer zu Arbeiten das immer noch Stück davon entfernt aus meiner Sicht.
00:22:47: Dann sage ich danke für das Gespräch und toi toi toi!
00:22:50: Ich
00:22:51: sag Danke für die Möglichkeit und vielleicht komme ich zurück Öffnen ja dann keine Schampagneflaschen, die dürfen wir nicht mehr.
00:22:58: Die haben ja ein bisschen Konnotation mit Opa-Ball.
00:23:01: Aber als Soderflasche stoßen an auf die Unternehmerinnenkammer in der Zukunft.
00:23:09: Ich wünsch dir so.
00:23:10: Danke dir!
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