Klubsachen mit Anna Stürgkh - Energie Union
Shownotes
Die Energieunion soll Europa unabhängiger, sicherer und handlungsfähiger machen. Anna Stürgkh ist NEOS-Abgeordnete im Europäischen Parlament und Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Sie spricht darüber, warum Energiepolitik nicht nur eine Frage von Stromleitungen und Netzen ist, sondern auch von Sicherheit, Preisen und europäischer Zusammenarbeit.
Für die Bevölkerung geht es dabei um etwas sehr Konkretes: Bleibt Energie leistbar? Kommt Strom dort an, wo er gebraucht wird? Und wie abhängig ist Europa von Krisen, Konflikten und politischen Entscheidungen außerhalb Europas? Aktuelle Spannungen rund um die Straße von Hormus zeigen, wie schnell Energieversorgung zur Sicherheitsfrage werden kann – selbst dann, wenn es auf den ersten Blick weit weg wirkt.
Mit dem European Grids Package will die EU den Netzausbau beschleunigen und grenzüberschreitende Energieinfrastruktur stärken. Im Gespräch geht es darum, warum erneuerbare Energie allein nicht reicht, wenn Netze, Speicher und gemeinsame Regeln fehlen – und warum Europas Energiezukunft nur funktioniert, wenn viele Länder bereit sind, über nationale Interessen hinaus zusammenzuarbeiten.
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00:00:02: Herzlich
00:00:02: willkommen
00:00:03: zu
00:00:03: Klubsachen,
00:00:04: der Podcast bei dem alle Neos Abgeordneten ihre Erfahrung
00:00:08: und Expertise ein.
00:00:11: Die Gespräche dazu führe ich Tina Schmidhofer.
00:00:15: Herzlich Willkommen!
00:00:17: Wenn daheim das Licht angeht dann ist der Strom quasi selbstverständlich.
00:00:21: aber ob er sicher ankommt und leistbar bleibt es hängt auch davon ab ob wir in Europa die richtigen Netze haben den Strom, den wir in Zukunft erzeugen werden.
00:00:30: Der wird immer mehr von Wind gemacht und von Sonne gemacht sein und nicht unbedingt dort wo er gebraucht wird.
00:00:36: Und damit diese Energie zuvorlässig bei den Menschen ankommt, braucht es gut ausgebaute und miteinander verbundene Netze – und zwar quer durch Europa!
00:00:43: Und darüber spreche ich mit Anna Stürck.
00:00:45: Schön dass du da bist.
00:00:46: Schön, dass ich da sein darf.
00:00:47: Du
00:00:47: wirst vielleicht hört man's immer mal wieder im Hintergrund nicht ganz alleine dafür.
00:00:51: alle, die nur zuhören….
00:00:52: dein Baby ist mit deinen... Was, acht Wochen alt ist?
00:00:55: Acht, neun Wochen so was sind wir jetzt.
00:00:57: Ja
00:00:57: und der wird ein bisschen mit plaudern.
00:01:00: Der hat auch etwas zu sagen zu unserer Energiezunkunft.
00:01:03: Du bist Mitglied des europäischen Parlaments und beschäftigst dich dort wirklich intensiv mit Energiepolitik besonders vor allem mit den Stromnetzen.
00:01:10: Wenn man Stromnetze sagt dann denkt man vielleicht immer so an Masken, an die Kabeln Warum es in Wahrheit aber eine zentrale Frage dafür, ob Energie in Europa künftig sicher leistbar und auch unabhängiger wird.
00:01:21: Unabhängiger ist, glaube ich das wichtigste Stichwort.
00:01:23: Das was so spannend ist an diesem Thema ist dass wir tatsächlich die drei größten Herausforderungen vor dem wir stehen alle drei gleichzeitig bearbeiten.
00:01:32: Das eine weil wenn wir jetzt über Solar du hast es angesprochen und Wind reden dann denken sehr viele gleich mal an Grün, an Klima.
00:01:40: aber es geht nicht nur um Klima, das ist der erste Punkt.
00:01:44: Es geht auch um Sicherheit Und Unabhängigkeit, denn wir haben jetzt gerade in den letzten Monaten erst wieder mit dem Iran-Krieg und dem Schließen der Straight of Homus gemerkt wie abhängig wir sind von anderen Ländern wenn wir abhängigs sind.
00:02:00: Von Gas und Öl.
00:02:03: Das heißt es geht um unsere Sicherheit, um unsere Unabhängigkeit aber es gehen natürlich auch um Kosten.
00:02:09: Es geht um Finanzierbarkeit.
00:02:11: Weil auch da sehen wir, dass wir nicht nur von der Menge abhängig sind sondern eben auch was unsere Leistbarkeit und unsere Kosten unseres Alltags angeht massiv abhängigt sind von anderen Ländern so lange wir unsere Energieversorgung nicht komplett selber in der Hand haben.
00:02:25: Und nachdem wir nun mal einfach in Europa nicht so viele Gas- und Ölreserven haben wie das zum Beispiel im Nahen Osten oder Russland der Fall ist deswegen müssen wir auf andere Technologien setzen auch noch günstiger sind und das ist Solar- und Wind.
00:02:41: Und jetzt kann man sich das ein bisschen so vorstellen, wenn man sich an alte Kohlekraftwerke oder eben Gaskraftwerke denkt dann ist es ein großes Kraftwerk das erzeugt sehr viel Energie und aus diesem großen Kraftwerk wird mit einer Leitung das dort hingebracht die Energie wo sie hin muss.
00:02:57: Das über ganz dicke Leitungen, das sind sogenannte Übertragungsnetze Und dann gibt es einen Punkt, wo das in die Verteilnetze kommt.
00:03:05: Das kann man sich schon mal vorstellen verteilt da wird es verteilt bis hin zu den Haushalten hinunter.
00:03:11: also das sind dann die kleineren Netzen und das war so eine ganz fast schon simple.
00:03:16: die Zuständigen die das damals schon sehr gut gemacht haben die verzeihen mir aber relativ simpel Aufgabe sicherzustellen dass diese Energie dort hinkommt an dem Zeitpunkt an dem man sie braucht auch weil man das Gaskraftwerk und das Kohlekraftwerk einfach einschaltet wenn man es braucht.
00:03:30: Jetzt ist es aber so, dass wir und das kennen wir ja auch aus unserem Stadtbild, aus unserem Landbild immer wieder Windparks haben.
00:03:37: Solaranlagen auf Dächern – das ist natürlich viel dezentraler!
00:03:43: Also ich damit meine einfach, dass es an vielen unterschiedlichen Orten kleinere Produktionen gibt.
00:03:48: Und jetzt kann man sich auch vorstellen, dass dann nicht mehr so leichtes mit einem großen Übertragungssetz und den kleinen Verteilnetzen sondern über zwei Drittel der Erneuerbare Energieproduktion hängt tatsächlich an diesen Verteilnetzen.
00:04:01: Das heißt, diese One-Way Street die wir früher hatten, dieses simple System wird gerade komplett neu gedacht eigentlich oder muss neu gedacht und neuer arbeitet werden.
00:04:12: Und das große Thema dass wir natürlich auch mit den Erneuern haben ist man hört immer wieder der Wind bläst nicht immer die Sonne scheint nicht immer und da stimmt.
00:04:21: aber wenn ich europäisch denke und nicht lokal denke die Windzeiten aus der Mittelmeer, mit den Windzeite aus der Nordsee in den Alpen usw.
00:04:34: auch zu vernetzen und zu verknüpfen dann schaffe ich es eine viel stabilere Energieversorgung zu haben.
00:04:39: und genau deshalb ist es so wichtig dass wir Energienetze einerseits modernisieren und ausbauen weil sich das System verändert aber vor allem eben europäisch denken und sicherstellen dass wir die Windenergie aus der Nordsee auch in den Süden bekommen aber auch die österreichische Wasserkraft zum Beispiel in andere Länder bekommen.
00:04:57: Nur dann schaffen wir es, dass wir auch stabile Energieversorgung in ganz Europa haben.
00:05:02: Da muss ich gleich mal nachfragen... Wenn wir jetzt in verschiedenen Bereichen Strom erzeugen gibt das dann so was wie Speicher oder braucht es mehr dieser Speicher?
00:05:12: Oder wie kommt denn über die Grenzen hinüber hinaus und nicht nur zu uns?
00:05:17: weil's wird zu viel produzieren beispielsweise?
00:05:19: Tatsächlich ist es so auch jetzt bereits sehr viel Handel über die nationalen Grenzen hinweggehen, weil eben diese Netze und ich finde ja auch durchaus gut.
00:05:28: Du hast es gesagt man steht dann gleich die Kabeln vorsichtig.
00:05:30: Ich finde das ist ja auch ganz gut.
00:05:32: Das ist schön greifbar, das ist physisch und genau dasselbe haben wir nicht.
00:05:36: Es ist jetzt nicht so als ob unsere Stromkabel an der Grenze aufhören sondern die gehen darüber noch nicht genug und noch nicht in der Intensität wie wir es vielleicht bräuchten.
00:05:45: aber das gibt es bereits.
00:05:47: Ein ganz spannendes Beispiel ist zum Beispiel, wenn wir uns anschauen in Kärnten.
00:05:51: Dort gibt es sogar auf niedrigere Ebene also diese sogenannten Verteilennetze, Netze die zwischen Slowenien und Kärntin gehen Und die haben nicht nur die Funktion des Handels, sondern auch die wichtige Funktion in einem Notfall.
00:06:06: Wenn auf einer Seite der Grenze der Strom ausgeht und die andere Seite unterstützen kann oder wenn ein Kabel kaputt geht.
00:06:15: Das zeigt wieder einmal, dass dieses Grenzdenken zum Glück in Europa beginnt zu erodieren ...
00:06:22: Aus der Not heraus vielleicht?
00:06:24: Zum Teil aber hoffentlich doch immer stärker aus der aus der Möglichkeit heraus und die müssen wir eben viel stärker nutzen.
00:06:32: Und ja, Speicher ist ein wichtiges Thema.
00:06:34: davon braucht es viel mehr sowohl Kurzzeitspeicher also sind dann zum Beispiel ganz klassischen sehr günstigen Batterien aber auch längerfristige Speicher.
00:06:46: Wenn man über Energie sprechen geht's ja oft um Windräder die du schon genannt hast oder Solaranlagen oder Kraftwerke.
00:06:53: Die Netze sind tatsächlich weniger sichtbar, aber ohne sie bleibt der neuerbare Strom im Stimmsten Fall dort stecken wo er gerade produziert wird.
00:06:59: Du hast im Europäischen Parlament einen Initiativbericht zur Stromnetzen verhandelt.
00:07:04: für alle die mit diesem Begriff jetzt nicht täglich arbeiten?
00:07:07: Was ist das genau und warum ist der Bericht politisch relevant?
00:07:11: Der Initiatifbericht im Parlament ist eigentlich wenn man so will quasi die einzige Möglichkeit die wir es Parlament als gewählte Vertreterinnen und Vertretern haben, um zu sagen das ist unsere Meinung.
00:07:23: Das wollen wir, dass passiert.
00:07:24: Warum?
00:07:25: In der europäischen Gesetzgebung ist es so, die Kommission ein neues Gesetz vorschlagen kann oder eine Überarbeitung eines Gesetzes vorschlagen.
00:07:34: Wir als Parlament können nur bearbeiten, was uns von der Kommission geschickt wird – das nennt man das sogenannte Initiativrecht.
00:07:42: also wer hat das Recht einen Gesetz zu initiieren?
00:07:44: Das liegt in Europa nur bei der Kommision und nicht bei uns.
00:07:49: Total absurd.
00:07:49: wollen wir ändern!
00:07:50: Wir kämpfen dafür dass es hoffentlich irgendwann tatsächlich eine Vertragsreform gibt und sich das ändert.
00:07:55: bis dahin Bis dahin schreiben wir Initiativberichte.
00:07:59: Und tatsächlich kann man das jetzt vielleicht ein bisschen belächeln und sagen, ja da sagt jetzt das Parlament was es will und quasi kommt irgendwo anders wieder in den Kübel oder in die Schublade.
00:08:09: Tatsächlich aber in unserem Fall war's so dass wir wussten, dass die Kommission ein sogenanntes Grids Package also ein Netzpaket bringen wird mit Ende letzten Jahres.
00:08:21: Und wir haben unseren Initiativbericht im Sommer des letzten Jahres verabschiedet und haben so auch eine Basis gelegt, einmal ein bisschen erste Punkte gebracht die die Kommission durchaus auch eingebaut hat in ihre Entwürfe, die sie dann gebracht hat.
00:08:35: Das heißt wir haben tatsächlich auch der Kommission so ein paar Ideen mitgeben können, ihr zeigen können wo steht denn das Parlament dazu?
00:08:41: Weil am Ende des Tages braucht es eine Mehrheit im Parlament und so konnten wir tatsächlich ein bisschen schon eine Basis legen für das was danach gekommen ist
00:08:50: Du hast es gerade angesprochen, das Crits Package.
00:08:53: Was soll sich denn dadurch ganz praktisch ändern?
00:08:56: Das Netzpaket, das Grids Package, dass die Kommission vorgeschlagen hatte hat mehrere Dimensionen an denen es ansetzt.
00:09:03: Zwei große Komponenten, das eine ist die Frage von Genehmigungsverfahren und das andere isst die Frage der Planung und Implementierung von insbesondere transnationalen Netzen, also Netzen die eine Grenze überschreiten, Und da ist das Ziel einerseits, dass wir gerade beim Genehmigungsverfahren schneller werden in der Implementierung.
00:09:26: Weil die Energiewende ist notwendig und alle diese Projekte sind notwendig.
00:09:34: Wir warten aber zum Teil ewig.
00:09:35: Man kann sich das sehr schön vorstellen.
00:09:38: Sechs Jahre lang hat es circa gedauert für die NASA von dem Zeitpunkt, an dem sie konkret zu Planen begonnen haben bis zum Zeitpunkt an dem Sie einen Mann auf den Mond geschickt haben.
00:09:50: Mehrere Männer auf dem Mond geschickten.
00:09:53: Sechs Jahre hat es in Österreich gedauert um sechsundvierzig Kilometer Stromnetz zu bauen.
00:10:01: Ich würde jetzt einmal sagen... Das
00:10:02: geht schneller!
00:10:03: Das geht schneller?
00:10:04: Es ist netzebauen keine Rocket Science.
00:10:08: Wir sollten das schneller schaffen und genau daran arbeiten wir gerade.
00:10:12: Also wir haben tatsächlich auch relativ große Würfe geschafft, kleinere Solaranlagen auf bestehenden Gebäuden zum Beispiel oder auf bereits asphaltierten Gelände.
00:10:22: Damit man jetzt nicht zu einem weiteren Flächenfraß beiträgt müssen gar keine administrative Genehmigung mehr haben und die, die größer sind, haben zumindest eine zeitliche Limiterung wann das fertig sein muss.
00:10:34: also wir schaffen hier wirklich ich würde sagen große Schritte hin zur Genehmigungsverfahrensdauer zu reduzieren.
00:10:41: Das andere ist die Planung.
00:10:42: Da sind wir auch als Parlament gerade mittendrin in den Verhandlungen, die werden dann hoffentlich im September abgeschlossen sein und dann beginnen die Verhandlungen erst mit dem Rat.
00:10:51: Das wird sicher ein bisschen schwieriger weil jeder Nationalstaat auch Österreich natürlich eigenen Interessen hat.
00:10:57: aber hier geht es vor allem darum zu schauen dass wir wirklich eine gesamt europäische Vision verfolgen und eine gesamteuropäische Planung verfolge wo wir sicherstellen das jedes Land jetzt nicht nur die Netze baut, die für einen selber relevant sind, sondern dass man eben auch ein bisschen dieses große Ganze im Blick behält.
00:11:18: Dass man das hier solidarisch denkt
00:11:21: bzw.,
00:11:22: dass vor allem auch jene, die davon profitieren, auch mitzahlen!
00:11:25: Was meine ich damit?
00:11:26: Wir haben in Österreich zum Beispiel den Fall... wir kennen das vom Straßenverkehr genau dasselbe es auch beim Stromverkehr wenn man so will, dass Österreich ein Transitland ist.
00:11:35: Wenn man sich die Jogharte anschaut, wundert das nicht Fakt direkt in der Mitte.
00:11:40: Und demnach sind natürlich einige Stromlinien, Stromnetze die wir bauen nicht unbedingt für uns relevant sondern für Deutschland, für Ungarn vielleicht sogar für Rumänien die gar nicht unser Nachbarnern sind aber abhängig davon sind dass der Strom durch Österreich durchfließt.
00:11:57: und dann müssen wir sicherstellen das dann auch jene Länder die davon profitieren so wie Rumänian auch Griechenland und Co.
00:12:04: ihren Beitrag leisten, einen Beitrag zahlen.
00:12:06: bzw.
00:12:07: wir haben ein Finanzierungssystem das sicherstellt ist nicht österreich jetzt alles alleine wir nämlich als nicht nur Steuerzahlerinnen sondern auch als Strombezieherinnen alles zahlen was dann eigentlich anderen auch zugutekommt.
00:12:20: Das ist ja das was man im Sprech bei euch Energieunion nennt oder?
00:12:25: Es klingt groß vielleicht sogar bisschen abstrakt.
00:12:27: Was bedeutet denn dass tatsächlich im Alltag für die Bürgerinnen.
00:12:31: Wenn Europa gemeinsam denkt, heißt es am Ende auch das Strom dort fließen können muss wo er gerade gebraucht wird egal ob er aus Deutschland Österreich oder Spanien oder vom Balkon kommt?
00:12:41: Absolut!
00:12:42: Die Energieunion einerseits bereits in einigen Schritten durchaus schon Realität sage ich einmal.
00:12:51: Aber in ganz vielen Punkten noch nicht, Energie ist noch immer etwas sehr Nationales zum Teil sogar regionales wie wir das ja auch aus Österreich kennen.
00:12:58: da haben wir zum Teil immer noch den Fall dass Energieanbieter eigentlich nur in gewissen Regionen anbieten und selbst wenn sie offiziell in allen Anbieten dann wird es einem so schwer gemacht dass man erst recht eigentlich diese Landesversorger hat oder ähnliches.
00:13:13: Und genau da geht noch mehr Europa.
00:13:18: Genau, da geht noch mehr Europa.
00:13:20: Wir müssen schaffen dass wir eben auch durch eine adäquate Netzinfrastruktur dorthin kommen das wir einen Stromaustausch so stark und intensiv haben dass wir auch keine Unterschiede mehr im Preis haben.
00:13:36: Das ist nämlich ein riesen Problem!
00:13:39: Wir reden oft davon dass die Strompreise in Europa zu hoch sind und das stimmt.
00:13:44: wenn wir uns jetzt in durchschnittlichen Preise in europa anschauen Dann zahlen wir zum Teil generell für unsere Energiekosten zwei bis drei Mal so viel wie zum Beispiel die USA.
00:13:54: Es ist aber noch absurder, wenn ich nicht diesen internationalen Vergleich nehme sondern mir Europa hernehme.
00:14:01: Die einzelnen Länder?
00:14:03: Wir haben Länder wie im Norden da gibt es kein Strompreisproblem.
00:14:07: Wenn ich mir Schweden anschaue, Finnland anschau.
00:14:10: Was
00:14:10: machen die anders?
00:14:12: Atomkraft!
00:14:15: Tatsächlich zu einem Großteil ist es sehr wenig Abhängigkeit von Gas und Öl, weil sie eine gute Mischung aus Erneuerbaren und Atomkraft haben.
00:14:28: Es gibt natürlich noch ganz viele andere Faktoren die dann im System dahinter stehen.
00:14:33: aber wir müssen zu einem Europa kommen wo es egal ist ob ich in Schweden produzier oder in Österreich produzier, oder in Finnland lebe.
00:14:43: Oder in Österreich lebe.
00:14:45: der Strom sollte überall dann am Ende im Idealfall das gleiche möglichst günstige Kosten.
00:14:52: Wenn man jetzt das Ganze auf Österreich alleine runter bricht wird es spannend weil wir sind ja nicht nur Verbraucher Land wie du schon gesagt hast eben Transit-Land.
00:15:01: Der Strom fließt bei uns quer durch.
00:15:03: Welche Rolle spielt den Österreich im europäischen Stromnetz?
00:15:06: Sind wir da eher nur der Mitspieler oder sind wir schon zentraler Knotenpunkt?
00:15:11: Das kommt jetzt drauf an, wen man fragt.
00:15:14: Ich frage dich!
00:15:15: Tatsächlich würde ich schon sagen dass Österreich ein zentrerer KNotenpunkt ist.
00:15:20: Wir sehen warum.
00:15:23: es kommt darauf an wie man fragte.
00:15:24: das gab vor mittlerweile zwei Jahren im Sommer das Thema dass die Strompreise im Südostneuropas explodiert sind.
00:15:34: Und eben jene Länder, die das betroffen haben dann sehr stark den Finger auf Österreich gezeigt und eben gesagt, dass Österreich nicht genug Transitkapazität zur Verfügung gestellt hatte zu der Zeit und es deswegen zu diesen hohen Kosten gekommen ist.
00:15:48: Österreich, sag ich mal die Vertreterinnen von Österreich widersprechen dem natürlich und sehen sich ja auch unfair behandelt.
00:15:56: Ich glaube die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte Weil einerseits brauchen wir diese tatsächliche auch Transit-Netzkapazität und da muss auch Österreich noch ein bisschen was tun.
00:16:09: Andererseits darf natürlich ausreichende Netzkapazitäten nicht ausgleichen, dass jedes Land seine eigenen Hausaufgaben machen muss wenn es um Energieproduktion geht.
00:16:18: Und ja insbesondere in südosteuropäischen Ländern.
00:16:21: Es geht etwas weiter aber hier müssen wir noch massiv einen Ausbau der Neuerbahnen der dekarbonisierten Energieerzeugung sehen bzw.
00:16:31: Stromerzeugungen sehen und erst dann können wir tatsächlich, ja dann erst wird dieses Problem gelöst sein.
00:16:37: das heißt es haben beide Seiten irgendwo recht Österreich die sagen ihr müsst einfach euren neuen Beitrag aufbauen und Südosteuropa die sagen österreich ist ein Knotenpunkt es ist so es ist geografisch einfach so.
00:16:49: wie haben sie uns nicht ausgesucht?
00:16:50: aber wir müssen damit arbeiten.
00:16:53: Damit Netze auch wirklich gebaut werden können, braucht es ja nicht nur politische Ziele sondern auch Geld.
00:16:59: Es braucht Tempo und Akzeptanz.
00:17:03: Dort wird's oft mühsam.
00:17:04: Wer finanziert das, wer genehmigt das?
00:17:05: Wer erklärt den Menschen vor Ort warum diese Projekte notwendig sind für uns?
00:17:10: Was ist deine Aufgabe?
00:17:11: Was kannst du dazu beitragen für die Akzeptanzen?
00:17:15: Wie sieht das mit der Finanzierung aus?
00:17:18: Ich beginne vielleicht bei der Akzeptant.
00:17:21: gewählte Politikerinnen zwei Dinge tun.
00:17:23: Das eine ist gesetzlich sicherzustellen, dass wir möglichst einen Rahmen schaffen der das auch erlaubt diese Akzeptanz zu steigern.
00:17:31: hier haben wir auch ein Beispiel aus diesem Netzpaket in der Parlamentsposition das Thema des sogenannten Benefit Cherings.
00:17:40: Das heißt, wenn ich zum Beispiel Energieproduktion einen Windrad bauen möchte oder einen Solarpark bauen möchte, Benefits, die ich davon habe mit der lokalen Bevölkerung teile.
00:17:53: Bei Netzinfrastruktur ist es auch so dass hier mit der Lokalbevölkerung gemeinsam geschaut werden muss was man hier finanziell auch für die Gemeinschaft vor Ort schaffen kann.
00:18:04: das ist nicht immer ideal.
00:18:06: Das macht auch nicht immer Wett, dass man dann halt hier einen Strommasten neben sich stehen hat.
00:18:11: aber Es ist ein wichtiger Schritt.
00:18:13: Ich glaube aber das viel wichtigere Ist Dass wir eine offene Debatte führen und noch Nicht die Menschen einfach links liegen lassen und auch deren Sorgen.
00:18:22: Und deren Gedanken dazu, dass sie vielleicht eben nicht neben einem großen Strommast leben wollen.
00:18:27: Das heißt wir müssen aber diese Diskussion führen das es tatsächlich ja nicht ein Ziel in sich selbst ist.
00:18:32: Es geht ja nicht darum einen Strommasten zu bauen.
00:18:35: Wir wollen ja nicht Kabeln verlegen um Kabeln zu verlegen sondern wir wollen Kabel verlegen, um die Strompreise zu senken Um die Energiesicherheit sicherzustellen, dass wir weiterhin wenn wir den Knopf drücken, den Schalter drücken das Licht auch wirklich angeht.
00:18:50: und wenn es nicht angeht ist der FI-Schalter ist und nicht weil die Netze kaputt sind oder nicht weil wir ein Blackout haben.
00:18:58: Und genau das sind die Themen wo wir auch stärker ins Gespräch kommen müssen.
00:19:02: Das Problem ist natürlich jetzt ein sehr technisches Thema aber glaube ich, kann auch sehr sexy sein zumindest.
00:19:08: Ich finde es mittlerweile nach zwei Jahren mich damit beschäftigen ist sehr sexy.
00:19:13: und ein Punkt der schon auch glaube ich ganz wichtig ist zu sagen ist dieses wohin fließt das Geld?
00:19:19: Und wenn wir uns anschauen dass wir momentan circa dreihundertfünfundsebzig Milliarden je nach Jahr an andere Länder schicken für unsere fossilen Energieträger also um Öl- und Gas zu kaufen.
00:19:31: Dreihundertvielzebzig Millionen.
00:19:33: Dieses Geld könnte in Europa bleiben wenn wir eben in unsere eigenen Neubahn investieren, wenn wir in unsere Netze investieren.
00:19:41: Weil nicht nur natürlich die Firmen in Europa sind sondern auch ganz große Teile der Wertschöpfungskette.
00:19:47: Und gerade Österreich ist da wirklich ein Champion, also wir haben Unternehmen grade in der Energieinfrastruktur beziehungsweise die Teile für die Energienfrastruktur bauen von Trafos über Kabeln.
00:19:59: Also wir haben hier wirklich ganz viel in Österreich und wir können hier massiv profitieren wenn diese Investitionen auch stattfinden.
00:20:07: Die Frage die sich für mich jetzt irgendwie stellt Wer könnte denn da was dagegen haben?
00:20:12: Also wie ist die Stimmung in Brüssel, aber vielleicht du kommst ja rum.
00:20:18: Ich hab Verständnis, was du schon so gesagt hast.
00:20:20: Ja es ist nicht immer leicht.
00:20:21: den Leuten sagen gerne neben dir, du brauchst jetzt einen neuen Strommasten.
00:20:24: Aber wie kriegt man diese Akzeptanz hin und wie steht dann das Europaparlament dazu?
00:20:33: Einerseits geht es tatsächlich auch in dieser Idee des Benefiturings ganz stark um Ownership dass ich auch durchaus stolz sein kann auf das Winter, das da steht.
00:20:44: Das werde ich aber nur sein wenn ich etwas davon habe und wenn ich selber einenseits das Gefühl habe zu etwas Großen beizutragen, aber eben tatsächlich meinen eigenen persönlichen Benefizier sei es in günstigeren Strompreisen die ich vielleicht habe oder in einer Beteiligung an diesem Windkraftwerk haben.
00:21:05: ohne dieses Ohnership wird es schwierig, weil wenn einfach eine fremde Firma da irgendwas hinbaut was meine Aussicht schier macht aus meinem persönlichen Empfinden heraus.
00:21:15: Was vielleicht auch einen gewissen Einfluss auf Immobilienpreise oder ähnliches haben könnte und damit den Wert meiner eigenen Immobilie und ich habe nichts davon außer dass da ganz groß der Name von irgendeiner anderen Firma oben steht dann werde ich diese Akzeptanz fürchte ich nie so richtig hinbekommen.
00:21:34: Also da muss viel getan werden.
00:21:35: Ich weiß aber, dass in Österreich auch ganz viel passiert.
00:21:39: Andererseits wenn wir jetzt vom Parlament reden wer kann denn da was dagegen haben?
00:21:45: Wir kennen das aus Österreich.
00:21:46: genau dieselben die in Österreich Kampagnen fahren gegen Windkraft gegen Solarkraft meistens eher Windkraft Aber eben neue Netzinfrastruktur und so weiter Das sind die Rechtspopulistinnen.
00:22:00: Und jetzt glaube ich einerseits ist meine Analyse ganz banal, etwas was die Menschen aufregt.
00:22:07: Was man erklären müsste und was da liegt als potenzielle Stimmungsmachung, das nimmt man gerne auf.
00:22:15: Und wir wissen dass diese Parteien eine FPÖ, eine AfD & Co insbesondere mit negativen Emotionen gerne arbeiten.
00:22:22: Und wenn irgendwo schon negative Emotions bestehen naja es wäre viel zu anstrengend mit denen zu arbeiten um sie positiv zu drehen.
00:22:28: nehmen wir sie lieber für unser eigenes Wohl.
00:22:30: Und andererseits Und wir wissen auch alle, dass eine FPÖ und eine AfD und ganz viele andere Rechtsparteien einen Rohrbahn eine gewisse Nähe zu Russland haben.
00:22:43: Wer profitiert davon?
00:22:44: Wenn wir nicht unabhängig sind!
00:22:47: Wer profitieren davon wenn wir nicht unseren eigenen Strom erzeugen – Russland und andere
00:22:52: Länder?!
00:22:53: Und da genau diese selben Geschichten sehen wir durchaus auch im Europäischen Parlament wo nicht alle Aber sehr, sehr viele der Rechtsradikalen sich hier als Don Quixote der Politik ausgerufen haben um gegen Windmühlen zu kämpfen.
00:23:13: Die Frage der Finanzierung bleibt noch offen?
00:23:15: Gibt es da gemeinsame Interessen daran zu sagen okay gut wir brauchen das ja!
00:23:20: Wir bezahlen das auch.
00:23:22: du hast von diesem ihrer hohen Betrag gesprochen.
00:23:25: reicht er?
00:23:27: Oder wie viel Geld bräuchte es denn, damit man sagt ok, jetzt verlegen wir mal durch ganz Europa die Kabeln?
00:23:33: Wir rechnen damit das in den nächsten zehn Jahren über eine Billion Euro investiert werden müssen.
00:23:45: Das ist sehr, sehr viel Geld!
00:23:46: Wenn man's aber vergleicht eben mit den dreihundertseviel Milliarden, die wir jedes Jahr in andere Länder schicken dann ist es machbar.
00:23:54: Die Finanzierung ist natürlich auf unterschiedlichen Ebenen statt.
00:23:59: Und das ist grundsätzlich ja auch richtig und gut so,
00:24:02: d.h.,
00:24:02: gerade diese Verteilnetze oder sehr regionale, sehr lokale Themen werden über die Netzentgelte.
00:24:09: Das heißt, dass es vielleicht auch vielen nicht bewusst, wenn ich jetzt meine Stromrechnung bekomme, dann ist nur ein Teil dieser Stromrechnet der tatsächliche Strompreis- und Verbrauch.
00:24:21: Ein anderer Teil sind eben diese sogenannten Netzentgelte, die sicherstellen, dass die Netze bezahlt werden.
00:24:29: Das ist aber alles sehr stark reguliert von dem österreichischen Regulator der E-Control und in anderen Ländern natürlich von den nationalen Regulatoren.
00:24:37: Auf europäischer Ebene ist es tatsächlich einerseits so, dass wir das Thema haben, dass es mit europäischen Geldern Förderungen für europäisch relevante Projekte gibt – das sind die sogenannten PCI oder PMIs, das sind Projects of Common Interest.
00:24:56: Und die können mit diesem Status eine europäische Finanzierung beantragen.
00:25:01: Das ist meistens nicht hundert Prozent aber durchaus ein gewisser Anteil der Kosten für das Projekt und so versucht man eben auch eine Solidarität oder eine Solidarisierung dieser Kosten für Projekte, die allen in Europa zugutekommen zu schaffen.
00:25:19: Was aber ein großes Thema ist, auch die Frage von privaten Investitionen.
00:25:23: Wir erleben einen Markt der Zeit wo eigentlich Infrastrukturprojekte das sind sehr sichere Investments mit relativ niedrigen Returns sag ich mal also da hast du jetzt nicht die riesengewinne weil es eben auch nicht spekulativ ist sondern da weißt du genau was du zurück kriegst weiß ja eben reguliert ist.
00:25:41: Das heißt, das sind eigentlich klassische Investitionen die so für Pensionsfonds, Versicherungsfonds und so weiter interessant sind als Basis weil sie eben wissen dass es ein sicherer Return.
00:25:53: und es gibt auch ganz viele internationale Investitionsfonds Und ähnliches, die mittlerweile zu uns kommen und sagen bitte macht's leichter in Europa zu investieren Weil wir würden lieber in Europa in den USA investieren ist alles ein bisschen geregelter.
00:26:07: Das, was wir als zu langsam auf dem finden, findet Investoren manchmal eher als Sicherheit und deswegen müssen wir gleichzeitig ganz abseits von Energiepolitik daran arbeiten dass wir unter anderem eine echte Bankenunion, eine Investitionsunion schaffen damit es insbesondere auch für internationale Investoren interessanter wird in Europa zu investieren um so auch sicherzustellen das wir dieses Geld das notwendig ist.
00:26:36: Du hast es ja schon angesprochen.
00:26:37: Es dauert oftmals Jahre, Jahrzehnte zum Teil.
00:26:42: Wo verlieren wir dann die meiste Zeit momentan?
00:26:46: Wo könnte man schneller werden ohne jetzt Umweltstandards oder auch die Beteiligung einfach zur Seite zu schieben?
00:26:54: Definitiv einerseits bei administrativen also tatsächlich diese Behördengänge dieser Genehmigungsverfahren, die wir jetzt beschleunigen wollen.
00:27:05: Da ist natürlich auch die Frage oder die Thematik, dass oft einfach die Manpower fehlt.
00:27:13: Und manchmal vielleicht auch das Wissen vor Ort.
00:27:19: Das heißt hier müssen wir nicht nur daran arbeiten zu sagen, wir beschleunigen diese Genehmigungsverfahren sondern wir schaffen auch zum Beispiel durch eine Stärkung der Digitalisierung eine Beschleunigung, durch Kompetenzaufbau eine Beschneunigung.
00:27:32: Es gibt immer noch Beispiele wo für Energieprojekte physische Kubien ans Amt gebracht werden müssen.
00:27:41: Du bist für die Arbeit mehr in einem One-Stop-Shop.
00:27:44: Ist sowas auch angedacht?
00:27:46: Genau, so was soll es auch gehen und tatsächlich bis hin dazu dass auch bei grenzüberschreitenden Projekten eine zentrale Stelle gibt an die ich mich wenden kann damit ich nicht immerhin und herlaufe zwischen den zwei unterschiedlichen Ländern zu den beiden verschiedenen Behörden.
00:28:01: das heißt hier soll es wirklich zu einer Vereinfachung dieses Verfahrens kommen.
00:28:05: wo wir aber auch viel Zeit verlieren derzeit ist tatsächlich den Einzelteilen, also bei der physischen, bei der Hardware.
00:28:16: Bei Kabeln?
00:28:17: Bei Transformatoren?
00:28:19: Hier habe ich zum Teil Wartezeiten je nachdem was es ist aber bei Transformatorn bis zu fünf Jahre.
00:28:25: Das heißt aber... Ich warte ja erst einmal bis mein Projekt überhaupt genehmigt ist weil ich kann ja nicht schon etwas bestellen für etwas wo ich nicht weiß ob ich bauen kann.
00:28:33: dann hab' ich noch mal einen Time lag und zum Teil führt das denn dazu dass wir in manchen in dem Fall Projekten, egal ob das jetzt Produktionssachen sind als ein Windrad ist oder ob das Netze sind.
00:28:47: Dass wir eigentlich dann schon Material verbauen, dass überhaupt nicht mehr Standard ist und ab-to-date ist.
00:28:55: Weil ich musste ja eigentlich schon einreichen mit welchen Gerätschaften ich das quasi machen will.
00:29:00: Dann muss ich mal warten bis es genehmigt ist, dann muss ich's ja mal bestellen und bis das alles da ist...
00:29:05: Ist es schon veraltet?
00:29:06: Es ist eigentlich oft schon veraltet!
00:29:07: Das heißt Auch bei dieser Frage der Lieferkette müssen wir ansetzen.
00:29:12: Und hier müssen wir vor allem schauen, dass wir auch in Europa mehr Kapazitäten schaffen weil der einfache Weg ist natürlich das dann das Material einfach aus China kommt und da es nicht nur ein wirtschaftliches Bedenken sondern zu gewissen Grad auch an Sicherheitsbedenken.
00:29:28: Das heißt also auch im produzierten müssen wir schneller werden damit diese Wartezeiten auf jeden Fall...
00:29:35: Schneller und transparenter.
00:29:36: Damit auch die Firmen, die zum Beispiel in Europa produzieren wissen mit was können sie rechnen?
00:29:41: Mit welchen Bestellungen können Sie rechnien?
00:29:43: Da passiert ganz viel.
00:29:44: Da haben sich auch viele schon Energiebetreiber, Netzbetreber, Mitproduzentinnen und Produzenten noch zusammengeschlossen nicht um am Wettbewerb vorbeizuarbeiten sondern nur um mehr Transparenz herzustellen und zu zeigen Was planen wir eigentlich an Netz?
00:29:59: Wann wird welches vielleicht auch schon bestehende Netz wieder neu gemacht werden müssen oder modernisiert werden müssen, damit es hier zu einer besseren Zusammenarbeit kommt?
00:30:09: Das EU-Netzpaket liegt ja jetzt am Tisch.
00:30:12: Dieses Jahr wird noch darüber ordentlich verhandelt im Parlament, dem Rat und am Ende zwischen den Institutionen auch.
00:30:18: Es ist also nicht mehr nur die Frage ob Europa moderne Netze braucht sondern wie ernst es die Mitgliedsstaaten damit auch meinen.
00:30:24: wenn du auf diese Verhandlungen schaust was muss dann am Ende unbedingt im EU-Netzpaket stehen damit wir in ein paar Jahren sagen können das war jetzt nicht nur ein schönes Energieversprechen sondern ein erster echter Schritt zur leistbarer sicherer auch unabhängige Energieneuropa.
00:30:39: Wenn's um Genehmigungsverfahren geht dann muss vor allem ganz viel Klarheit drin entstehen.
00:30:46: Keine netten Worte, die gut klingen aber im Endeffekt zu mehr Unsicherheit führen wo wir sehen dass wenn es zum Beispiel einfach nur drinnen steht Es muss gut sein für die Biodiversität.
00:31:01: Wer entscheidet das?
00:31:01: Was heißt das?
00:31:02: Wie schaut das konkret aus?
00:31:03: Möglichst konkret damit die Umsetzung in den Nationalstaaten auch möglichst schnell geht.
00:31:09: Das heisst Im Nebenungsverfahren ist für mich vor allem Klarheit wichtig.
00:31:14: Und dass wir eben unsere Ambition nicht runterschrauben, dass wir durchaus auch mutig sind uns trauen gewisse Dinge überhaupt genehmigungsfrei zu stellen weil das wirklich ein Motor den wir schaffen können.
00:31:28: Eine Sache, die ich sehr charmant finde in unserer Position, die für mich unbedingt drin sein muss ist wenn es um die Frage von Modernisierung geht.
00:31:36: Modernisierung der Netze aber eben auch von der Energieproduktion weil wir natürlich einen massiven Anstieg an Effizienz in den letzten Jahren in der Gerätschaft sehen seien dass die Netze mit anderen Materialien vielleicht mal gebaut werden wo mit Hilfe von Digitalisierung was machen können, wo wir mit moderner Technik einfach Kapazitäten steigern können ohne ein neues physisches Kabel zu legen.
00:32:03: Wo davor noch keines war.
00:32:05: und diese Modernisierung oder auch ein Windpark mit neuen Turbinen auszustatten.
00:32:12: Das wird diese Modernisierungen von Genehmigungsverfahren ausnehmen, sie wurden bereits genehmigt und wir sehen es ist nichts passiert.
00:32:20: oder Sie haben auch was Umweltfragen angeht alles bereits einmal durchgekaut.
00:32:25: das müssen wir nicht nochmal durchkauen.
00:32:29: Das wäre ein großer Schritt, der tatsächlich etwas verändern würde.
00:32:32: Da das muss drinnen bleiben und wenn es auch um die gemeinsame Planung geht dann auch hier der Mut zu sagen wir machen das gemeinsam haben eine europäische Netzplanung.
00:32:46: Also was drinnen bleiben muss ist, dass wir ein europäisches sogenanntes Szenario haben also man kann sich das vorstellen als eben dann so den Plan oder die Vision und dass wir hier sicherstellen, dass dieser Plan nicht nur politisch gewollt ist sondern auch ich sage mal von unterschiedlichen Stakeholdern gemacht wird.
00:33:07: Das heißt Nicht nur politischer Gewalt Aber auch nicht nur von denen, die diese Netze bauen und was davon haben.
00:33:13: Wenn die Netze gebaut werden gemacht sondern von unterschiedlichen Stakeholdern.
00:33:17: dass man hier gemeinsam drauf schaut das muss das Ziel sein und bleiben.
00:33:21: Und was für mich schon auch ein Ziel ist da sind wir selber aber noch am Verhandeln im Europäischen Parlament Ist eben diese Frage wer zahlt?
00:33:30: am Ende war es uns sicherzustellen Dass wir hier bei einem kost bzw beim Benefit Sharing zumindest einen Schritt weitergehen.
00:33:39: solidarisch gehandelt wird zwischen den Ländern, wenn es um grenzüberschreitende Netzprojekte geht.
00:33:45: Das Wichtigste ist auch dass wir nicht vergessen, wir haben jetzt hier ganz viel von vor allem auch Stromnetzen gesprochen.
00:33:51: aber Energie ist nicht nur Strom sie sogar nur zu einem Viertel einen Drittel je nachdem in welchem Land Strom.
00:33:58: Es geht um Heizung, es geht um Verkehr.
00:34:01: Und in all diesen Bereichen brauchen wir hin zu mehr Strom also Wärme, elektrische Fahrzeuge und genau deswegen ist so wichtig dass wir gerade die Stromnetze jetzt richtig machen damit wir in zehn, in zwanzig, in dreißig Jahren wo Strom hoffentlich mehr als ein Drittel unseres Energieverbrauchs ist, mehr als einen Viertel unseres Energieferbrauchs sind dann dafür gerüstet sind.
00:34:28: Ich möchte dir wirklich von Herzen alles Gute auf diese Weg wünschen.
00:34:32: Dankeschön, dass ich da sein durfte!
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